EQS-News: Private Vorsorge gewinnt an Bedeutung - viele handeln erst kurz vor der Pension (deutsch)
21.05.2026 - 10:30:18 | dpa.dePrivate Vorsorge gewinnt an Bedeutung - viele handeln erst kurz vor der Pension
Basler Kantonalbank / Schlagwort(e): Studie
Private Vorsorge gewinnt an Bedeutung - viele handeln erst kurz vor der
Pension
21.05.2026 / 10:30 CET/CEST
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Immer mehr Menschen im Kanton Basel-Stadt sorgen privat fĂŒrs Alter vor.
Gleichzeitig werden zentrale Vorsorgeentscheide hÀufig erst kurz vor der
Pensionierung getroffen. Das zeigen Auswertungen von Steuerdaten sowie
Kundendaten der Basler Kantonalbank (BKB) im Rahmen der BKB-Vorsorgestudie
«GlĂŒcklich Ă€lter werden».
Immer mehr Menschen nutzen die SĂ€ule 3a
Die fĂŒr die Studie ausgewerteten Steuerdaten zeigen: Immer mehr Personen mit
Wohnsitz im Kanton Basel-Stadt nutzen die SĂ€ule 3a zur privaten
Altersvorsorge. WĂ€hrend 2007 knapp ein Drittel (32 %) entsprechende AbzĂŒge
geltend machten, waren es 2022 bereits fast die HĂ€lfte (46 %). Besonders
stark hat die Nutzung bei den unter 35-JĂ€hrigen zugenommen. 2007 haben 17 %
der 25- bis 29-Jahrigen und 29 % der 30- bis 34-JĂ€hrigen in die SĂ€ule 3a
eingezahlt, 15 Jahre spÀter sind es nahezu doppelt so viele (36 % bzw. 50
%). Dies deutet darauf hin, dass die Sensibilisierung fĂŒr die private
Vorsorge immer frĂŒher einsetzt.
Auch die eingezahlten BetrÀge sind gestiegen. Im Durchschnitt wurden 2022
rund 5282 CHF pro Jahr eingezahlt, gegenĂŒber 4371 CHF im Jahr 2007. Die
durchschnittliche Ausschopfungsquote des Maximalabzugs ist somit von 69 %
(2007) auf 77 % (2022) gestiegen. Damit hat sich die SĂ€ule 3a fĂŒr viele
Menschen zu einem festen Bestandteil der persönlichen Vorsorge entwickelt.
Mit zunehmendem Alter steigt der Anteil der Personen, die in die SĂ€ule 3a
einzahlen. Gleichzeitig bleibt ein klarer Zusammenhang mit dem Einkommen
bestehen. Personen mit höheren Einkommen nutzen die Möglichkeiten der
dritten SÀule deutlich hÀufiger. Die private Vorsorge ist damit breiter
abgestĂŒtzt als noch vor einigen Jahren, erreicht sie weiterhin nicht alle
Bevölkerungsgruppen im gleichen Mass.
PensionskasseneinkÀufe erfolgen hÀufig erst in den letzten Erwerbsjahren
Ein Àhnliches Bild zeigt sich bei freiwilligen EinkÀufen in die
Pensionskasse. Diese erfolgen ĂŒberwiegend in den letzten Erwerbsjahren. Bei
jĂŒngeren ErwerbstĂ€tigen spielen PensionskasseneinkĂ€ufe kaum eine Rolle. Bei
den unter 30-JĂ€hrigen lag der Anteil in den Steuerjahren 2007 und 2022
mehrheitlich unter einem Prozent. Dieser Anteil steigt mit dem Alter stetig
an, bleibt aber auf einem vergleichsweise tiefem Niveau. Bei den 50- bis
54-JĂ€hrigen waren es im Steuerjahr 2022 rund 9 %, welche freiwillige
Einzahlungen in die Pensionskasse leisteten - der Höchststand wurde in der
Altersgruppe der 55- bis 59-JĂ€hrigen mit rund 12 % erreicht. Insgesamt
deutet vieles darauf hin, dass Vorsorgeentscheide hÀufig erst dann konkret
werden, wenn der Ăbergang in den Ruhestand nĂ€her rĂŒckt.
Vorsorgevermögen wÀchst - Vorbereitung erfolgt meist relativ spÀt
Diese Entwicklung zeigt sich auch in der persönlichen Vorbereitung. Ein Teil
der Bevölkerung beginnt erst spÀt, sich intensiver mit der eigenen
Altersvorsorge zu befassen. So hat rund ein Viertel der 50- bis 64-JĂ€hrigen
noch keine konkrete finanzielle Planung fĂŒr die Pensionierung vorgenommen.
«Viele Menschen beginnen erst spÀt, sich vertieft mit ihrer Vorsorge
auseinanderzusetzen», sagt Regula Berger, CEO der Basler Kantonalbank. «Wer
sich frĂŒhzeitig mit diesen Fragen beschĂ€ftigt, schafft sich mehr
Handlungsspielraum fĂŒr die Zeit nach der Pensionierung.»
Ein Blick in die Kundendaten der Basler Kantonalbank zeigt zudem, wie sich
die private Vorsorge im Zeitverlauf entwickelt. Das SĂ€ule-3a-Medianguthaben
steigt von rund 3500 CHF bei jungen Erwachsenen auf rund 45 600 CHF kurz vor
der Pensionierung. Ăber alle Altersgruppen hinweg liegt es bei rund 30 400
CHF und ist in den letzten Jahren weiter angestiegen.
Vorsorgegelder werden zunehmend hÀufiger investiert
Die Kundendaten der BKB zeigen zudem, dass der durchschnittliche Anteil der
SÀule-3a-Guthaben, den Kundinnen und Kunden in Wertschriftenlösungen
anlegen, deutlich gestiegen ist - von 22 % im Jahr 2019 auf 38 % im Jahr
2025. Besonders ausgeprĂ€gt ist dieser Trend bei jĂŒngeren Personen, vor allem
bei jungen MĂ€nnern: War der Wertschriftenanteil von MĂ€nnern unter 40 Jahren
im 2019 noch unterdurchschnittlich, liegt er 2025 bei rund 50 % und damit
deutlich höher als in Àlteren Altersgruppen und mehr als doppelt so hoch wie
noch 2019. Damit zeigt sich insbesondere bei jungen Personen ein klarer
Geschlechtergraben im Anlageverhalten der dritten SĂ€ule.
Teil der BKB-Vorsorgestudie zur Region Basel
Die Auswertungen sind Teil der BKB-Vorsorgestudie «GlĂŒcklich Ă€lter werden»,
die in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut Sotomo durchgefĂŒhrt wurde.
Sie basiert auf einer reprÀsentativen Befragung von rund 1300 Personen in
der Region Basel sowie ergÀnzenden Analysen von Steuerdaten des Kantons
Basel-Stadt und Kundendaten der BKB.
Unter bkb.ch/vorsorgestudie können die wichtigsten Ergebnisse der Studie
heruntergeladen sowie die vollstÀndige Studie kostenlos bestellt werden.
Medienmitteilung (PDF)
Grafiken zu den Auswertungen (PDF)
FĂŒr weitere AuskĂŒnfte
Patrick Riedo
Leiter Kommunikation
Basler Kantonalbank, CEO Office
Telefon 061 266 27 89
medien@bkb.ch
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Ende der Medienmitteilungen
Originalinhalt anzeigen:
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Sprache: Deutsch
Unternehmen: Basler Kantonalbank
Aeschenvorstadt 41
4051 Basel
Schweiz
Telefon: 061 266 27 89
E-Mail: investorrelations@bkb.ch
Internet: www.bkb.ch
ISIN: CH0009236461
Valorennummer: 923646
Börsen: SIX Swiss Exchange
EQS News ID: 2331516
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