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ProShares UltraPro S&P500 ETF: 5 Prozent Wochenplus vor Jobdaten

03.07.2026 - 04:38:26 | boerse-global.de

Schwache US-Jobdaten und Rekordverschuldung setzen den dreifach gehebelten S&P-500-ETF unter Druck. Analysten warnen vor Liquidationsrisiken.

ProShares UltraPro S&P500: Dreifach gehebelter ETF vor Bewährungsprobe
ProShares - Ein stilisierter, aufwärts gerichteter Börsengraph in leuchtendem Blau, überlagert mit einer unscharfen Finanzmetropole bei Dämmerung. 03.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der US-Arbeitsmarkt zeigt deutliche Risse, während die Notenbank Fed an ihrem harten Kurs festhält. In diesem Spannungsfeld steht der ProShares UltraPro S&P 500 am Freitag vor einer Belastungsprobe. Die heute anstehenden Arbeitsmarktdaten aus Washington dürften über die kurzfristige Richtung entscheiden.

Abkühlung am Jobmarkt

Ein am Donnerstag veröffentlichter Stellenbericht enttäuschte massiv. Im Juni entstanden lediglich 57.000 neue Jobs, erwartet wurden fast doppelt so viele. Auch die Daten des privaten Dienstleisters ADP fielen mit 98.000 Stellen schwach aus.

Eigentlich nährt ein schwacher Arbeitsmarkt die Hoffnung auf Zinssenkungen. Fed-Chef Warsh dämpft diese Erwartungen jedoch. Er beharrt auf dem Inflationsziel von zwei Prozent und hält sich Zinsschritte im September offen.

Risiken durch Rekordschulden

Die Schieflage am Markt wird durch eine enorme Hebelwirkung verschärft. Die Wertpapierkredite in den USA stiegen im Mai auf ein Rekordhoch von 1,4 Billionen Dollar. Das entspricht einem Plus von 54 Prozent zum Vorjahr.

Parallel dazu pumpen Investoren massiv Kapital in gehebelte Produkte. Das verwaltete Vermögen solcher ETFs verdoppelte sich seit März auf rund 220 Milliarden Dollar. Analysten von Barclays warnen bereits vor einem hohen Liquidationsrisiko bei Kursrücksetzern.

Bewertung auf Rekordniveau

Der dreifach gehebelte ETF notierte zuletzt bei 123,10 Euro. Innerhalb einer Woche legte das Papier um über fünf Prozent zu. Dennoch bleibt der Abstand zum Juni-Rekordhoch von 127,54 Euro bestehen.

Die Bewertung des breiten Marktes wirkt zunehmend ambitioniert. Das Shiller-KGV des S&P 500 liegt aktuell bei einem Wert von 41. Solche Niveaus erreichte der Index zuletzt während der Dotcom-Blase.

Die heutige Veröffentlichung der offiziellen US-Arbeitsmarktdaten bildet die nächste Hürde. Ökonomen rechnen mit 115.000 bis 125.000 neuen Stellen. Am 14. Juli startet die Berichtssaison mit den Zahlen von JPMorgan Chase.

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