ProSiebenSat1, Aktie

ProSiebenSat1 Aktie: Joyn und Infinity zusammengelegt

Veröffentlicht: 12.07.2026 um 21:44 Uhr, Redaktion boerse-global.de

MFE und ProSiebenSat.1 fusionieren ihre Streaming-Dienste. Die neue Plattform startet im Januar und soll gegen US-Konkurrenz bestehen.

ProSiebenSat.1: Streaming-Allianz mit MFE stärkt Europa-Strategie
Abstrakte, atmosphärische Szene der Medien- und Unterhaltungsbranche mit konvergierenden Lichtstrahlen, die Synergie und Wachstum andeuten. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

MFE MediaForEurope baut sein Medienimperium um. Der Mehrheitsaktionär legt die Streaming-Dienste Joyn und Infinity zusammen. Dieser Schritt soll den deutschen Konzern enger an die italienische Mutter binden.

Technik aus Deutschland, Frontend aus Italien

Die neue Plattform soll im Januar an den Start gehen. Das Ziel ist eine stärkere Position gegen US-Giganten wie Netflix. Vorstandschef Pier Silvio Berlusconi setzt dabei auf eine klare Aufgabenteilung. Italien liefert das Design der Benutzeroberfläche. Deutschland steuert die technische Infrastruktur bei.

Konsolidierung ohne Delisting

MFE kontrolliert mittlerweile mehr als 75 Prozent der Anteile. Trotz dieser Machtposition plant der Konzern vorerst kein Delisting der Aktie. Auch einen fremdfinanzierten Kauf der restlichen Papiere schließt das Management kurzfristig aus. Die Strategie zielt primär auf operative Vorteile ab.

Der Aktienkurs spiegelt die Unsicherheit der vergangenen Monate wider. Das Papier notiert aktuell bei 3,48 Euro. Seit Jahresbeginn verlor der Titel rund 30 Prozent an Wert. Vom 52-Wochen-Hoch bei 8,43 Euro ist der Kurs derzeit weit entfernt.

Die bisherige Integration zeigt finanzielle Erfolge. MFE realisierte im Jahr 2025 bereits Vorteile von 160 Millionen Euro. Das liegt deutlich über den ursprünglichen Prognosen des Managements. Der Start der gemeinsamen Plattform im Januar bildet nun den zentralen Baustein für die künftige Reichweite in Europa.

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