Prysmian Aktie: Vier-Milliarden-Übernahmen in USA geplant
18.05.2026 - 02:24:28 | boerse-global.deIn Europa streitet Prysmian mit der Politik, an der Börse feiert der Kabelhersteller Rekorde. Die Europäische Union hat Stromkabel aus dem geplanten Gesetz zur Industrie-Beschleunigung (IAA) gestrichen. Das Management reagiert mit scharfer Kritik. Parallel dazu rüstet sich der Konzern für eine massive Übernahmewelle in den USA.
Kritik an Brüsseler Netzpolitik
Raul Gil leitet das Übertragungsgeschäft bei Prysmian. Er nennt den Ausschluss der Kabelindustrie aus dem IAA-Entwurf einen fundamentalen Fehler. Ohne ein starkes Stromnetz sei die Energiewende schlicht unmöglich. Die USA machen es laut Gil besser. Dort gilt die Netzinfrastruktur mittlerweile als Frage der nationalen Sicherheit. Das treibt den Ausbau für neue KI-Rechenzentren massiv an.
Prysmian will von diesem US-Boom profitieren. CEO Massimo Battaini plant eine aggressive Übernahmestrategie. Der Konzern sucht nach Zukäufen mit einem Unternehmenswert von rund vier Milliarden Euro. Das Ziel: eine stärkere Marktposition in Nordamerika. Dort will Prysmian langfristige Verträge mit großen Tech-Konzernen schließen.
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Technologisch sieht sich das Unternehmen gut gerüstet. Prysmian hat einen neuen Standard für Hochspannungs-Gleichstrom-Seekabel eingeführt. Diese 525-Kilovolt-Technologie erhöht die Übertragungskapazität deutlich. Kabel können nun heißer betrieben werden. Das steigert die Leistung um ein Viertel.
Aktie im Höhenflug
Anleger honorieren diese Strategie. Die Prysmian-Aktie legte seit Jahresbeginn um knapp 70 Prozent zu. Am Freitag schloss das Papier bei 152,00 Euro. Damit notiert der Kurs extrem weit über der 200-Tage-Linie von 94,75 Euro.
Der Trend ist stark, birgt aber Risiken. Der Relative-Stärke-Index (RSI) steht aktuell bei 76,6. Dieser Wert signalisiert einen überkauften Zustand. Gewinnmitnahmen könnten die Folge sein. Dennoch bleibt das Handelsvolumen hoch. Käufer dominieren weiterhin den Markt.
Für die kommenden Jahre sichern Großprojekte das Geschäft ab. Prysmian baut unter anderem die neuen Untersee-Stromtrassen zwischen Schottland und England. Der Bau beginnt zwar erst 2029, füllt aber schon jetzt die Auftragsbücher. Solange die EU ihre Förderpolitik nicht anpasst, bleibt das US-Geschäft der wichtigste Wachstumstreiber für den Ausblick 2026.
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