PSI Software Aktie: Neuer Großauftrag
22.01.2026 - 11:36:32PSI Software meldet einen strategisch wichtigen Auftrag vom schwedischen Stahlkonzern SSAB Europe. Im Mittelpunkt steht die Implementierung der PSImetals-Plattform im geplanten Mini-Mill-Werk in Luleå – einem Kernbaustein der Dekarbonisierungsstrategie von SSAB. Parallel dazu läuft die Übernahme durch Warburg Pincus, die den Börsenstatus der Aktie grundlegend verändern dürfte.
Wesentliche Punkte auf einen Blick:
- PSI übernimmt die komplette PSImetals-Implementierung für das neue SSAB-Mini-Mill in Luleå
- Projekt ist Teil eines Programms, das Schwedens CO₂-Emissionen um 7 % pro Jahr senken soll
- Aktienkurs stabil um 45 Euro, nahe dem Übernahmeangebot von Warburg Pincus
- Warburg Pincus hält 83,24 %; Delisting nach Closing in Q1 2026 geplant
PSImetals für SSAB: Umfang und Bedeutung
SSAB Europe beauftragt PSI mit einer umfassenden Produktionsmanagement-Lösung für das neue Mini-Mill-Werk in Luleå. Zum Lieferumfang gehören die PSImetals-Module:
- Planning
- Scheduling
- Quality
- Production
- Logistics
Hinzu kommt eine vollständig integrierte Level-4- und Level-2-Kommunikation. Die Software soll damit alle zentralen Produktionsbereiche des neuen Werks abdecken – vom Elektrolichtbogenofen über die Kompaktbandproduktion bis hin zu Kaltwalzwerk und Oberflächenbehandlungslinien.
Die Designphase des Projekts läuft bereits seit 2024, der Produktionsstart des Werks ist für 2029 vorgesehen. Das zeigt: Es handelt sich um ein langfristig angelegtes Transformationsprojekt, nicht um ein kurzfristiges Einmalgeschäft.
Dekarbonisierung als Treiber
Für SSAB hat das Vorhaben klaren strategischen Charakter. Laut Niko Korte, Head of Fossil-Free Business Platforms, unterstützt die PSImetals-Implementierung das Ziel, erster Großproduzent von dekarbonisiertem Stahl zu werden. Das Transformationsprogramm in Luleå soll Schwedens nationale CO₂-Emissionen um rund 7 % jährlich reduzieren.
Ein weiteres Ziel ist der Aufbau einer skalierbaren digitalen Vorlage für weitere Erneuerungsinitiativen im Konzern. Durch die Vereinheitlichung von Prozessen und Systemen sollen redundante manuelle Abläufe reduziert und Skaleneffekte über mehrere Standorte hinweg realisiert werden. Damit positioniert sich PSI im Kern des industriellen Dekarbonisierungstrends, der in Europa zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Übernahme durch Warburg Pincus prägt die Aktie
Parallel zum neuen Auftrag befindet sich PSI in einer entscheidenden Eigentümerphase. Die verlängerte Annahmefrist des Übernahmeangebots von Warburg Pincus endete am 2. Januar 2026. Der US-Finanzinvestor hält nun 83,24 % des Aktienkapitals, basierend auf einem Angebotspreis von 45,00 Euro je Aktie.
E.ON bleibt mit 17,77 % als strategischer Anteilseigner an Bord. Warburg Pincus plant ein Delisting der PSI-Aktie zeitnah nach Abschluss der Transaktion. Das Closing der Transaktion wird für das erste Quartal 2026 erwartet.
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Kursbild: Enge Spanne, geringes Volumen
Seit Anfang Januar bewegt sich die Aktie in einer sehr engen Handelsspanne zwischen 44,70 und 45,20 Euro – faktisch am Übernahmeangebot orientiert. Das Handelsvolumen ist deutlich zurückgegangen und liegt nur noch bei wenigen tausend Stücken pro Tag, was typisch für Titel mit laufendem Übernahmeangebot ist.
Im Jahresvergleich steht ein Kursplus von über 100 %. Diese Entwicklung geht im Wesentlichen auf die Übernahmeprämie zurück: Das Angebot von 45,00 Euro je Aktie entspricht einer Prämie von 62,6 % auf den ungestörten Dreimonats-VWAP.
Operatives Geschäft und Ausblick
Der Auftrag von SSAB fügt sich in eine Reihe von Projekten in der Stahlindustrie ein. Zuletzt hatte Tata Steel Nederland PSImetals am Standort IJmuiden implementiert. Die Metals-Sparte von PSI profitiert damit sichtbar vom Dekarbonisierungstrend im europäischen Stahlsektor.
Mit Warburg Pincus als neuem Mehrheitseigentümer ist zudem eine beschleunigte Ausrichtung auf SaaS- und Cloud-native Lösungen geplant. Das operative Geschäft bleibt damit aktiv, während auf der Kapitalseite der Übergang in die Private-Equity-Hand und das geplante Delisting vorbereitet werden.
Konkrete nächste Termine sind:
- Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2025 am 25. März 2026
- Messeauftritt auf der E-world energy & water vom 10. bis 12. Februar 2026
- Erwartetes Closing der Warburg-Pincus-Transaktion im ersten Quartal 2026
Damit ist die Ausgangslage klar umrissen: Kurzfristig dominiert die Übernahme die Kursentwicklung, operativ baut PSI parallel seine Position im Markt für Dekarbonisierungslösungen der Stahlindustrie weiter aus.
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