Puma, Aktie

Puma Aktie: Chinas Sportriese übernimmt das Ruder

27.01.2026 - 17:45:31

Der chinesische Sportartikelhersteller Anta übernimmt einen 29-Prozent-Anteil an Puma für 1,51 Milliarden Euro. Der Kaufpreis liegt deutlich über dem aktuellen Börsenkurs.

Die Katze aus Herzogenaurach bekommt einen neuen Besitzer – und die Börse jubelt. Anta Sports Products, die Mutter von Marken wie Fila, Salomon und Jack Wolfskin, greift für 1,51 Milliarden Euro beim deutschen Sportartikelhersteller zu. Der chinesische Konzern übernimmt satte 29,06 Prozent von der französischen Milliardärsfamilie Pinault und wird damit größter Einzelaktionär.

Der Deal hat es in sich: 35 Euro pro Aktie zahlt Anta – satte 62 Prozent über dem Xetra-Schlusskurs vom Montag. Die Reaktion ließ nicht auf sich warten: Zum Handelsstart schoss der Titel auf über 26 Euro nach oben, eine Rally von knapp 20 Prozent. Doch die Euphorie währte nur kurz. Schnelle Gewinnmitnahmen setzten ein, nachdem klar wurde, dass Anta keine vollständige Übernahme plant. Aktuell steht der Kurs bei rund 22 Euro – ein Plus von noch etwa sechs Prozent.

Warum dieser Schritt für beide Seiten Sinn ergibt

Für Anta bedeutet die Transaktion den nächsten Meilenstein einer aggressiven Expansionsstrategie. Nach der Übernahme von Jack Wolfskin im April 2024 sichert sich der chinesische Konzern nun Zugang zu einer der bekanntesten deutschen Sportmarken. „Wir werden die Globalisierung weiter beschleunigen“, verkündete Anta-Chef Ding Shizhong. Die Rechnung ist simpel: Pumas Markenwert soll Antas globale Präsenz stärken – insbesondere außerhalb Chinas.

Puma wiederum könnte dringend frische Impulse gebrauchen. Der fränkische Traditionskonzern hatte zuletzt rote Zahlen geschrieben und massiv Boden gegenüber adidas und Nike verloren. Erst im November hatte die Aktie mit 15,30 Euro ein Mehrjahrestief markiert. Der neue Konzernchef Arthur Hoeld kündigte bereits drastische Maßnahmen an: 900 Stellen sollen bis Ende 2025 wegfallen, das Produktportfolio wird gestrafft.

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Was bedeutet das für Anleger?

Die Transaktion soll bis Ende 2025 abgeschlossen sein – vorbehaltlich der Zustimmung von Behörden und Aktionären. Anta strebt danach eine „angemessene Vertretung“ im Aufsichtsrat an. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 23 Milliarden Euro bringt der neue Großaktionär erhebliches Gewicht mit.

Ob der chinesische Rückenwind Puma nachhaltig Auftrieb verschafft, wird sich zeigen. Die Zahlen zum laufenden Geschäft bleiben angespannt, die Restrukturierung läuft erst an. Der Bewertungsaufschlag von 62 Prozent zeigt jedoch: Anta sieht hier Potenzial – und ist bereit, dafür tief in die Tasche zu greifen. Der Börse scheint das vorerst zu genügen.

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