Puma Aktie: Dividende gestrichen!
13.04.2026 - 11:41:23 | boerse-global.deDer Sportartikelhersteller Puma zieht nach einem historisch schwachen Geschäftsjahr die Reißleine. Wenn sich die Aktionäre im Mai zur Hauptversammlung treffen, erwartet sie eine bittere Pille: Für das abgelaufene Jahr 2025 wird keine Dividende fließen. Paradoxerweise zeigt sich die Börse von den tiefroten Zahlen und dem anhaltenden Konzernumbau unbeeindruckt.
Rekordverlust erzwingt die Nullrunde
Die Einberufung zur Hauptversammlung am 19. Mai 2026 in Herzogenaurach ist offiziell. Das zentrale Thema auf der Agenda verdeutlicht das Ausmaß der jüngsten Unternehmenskrise. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, die Ausschüttung komplett zu streichen, nachdem im Vorjahr noch 0,61 Euro je Anteilsschein gezahlt wurden.
Verantwortlich dafür ist ein massiver Einbruch im abgelaufenen Geschäftsjahr. Der Umsatz fiel währungsbereinigt um 8,1 Prozent auf 7,3 Milliarden Euro. Der Abbau überfüllter Lager und hohe Restrukturierungskosten drückten das operative Ergebnis auf einen Fehlbetrag von 357 Millionen Euro. Unter dem Strich verbuchte der Konzern einen Rekordverlust von knapp 644 Millionen Euro.
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Übergangsjahr mit weiteren Belastungen
Auch das laufende Jahr bringt keine unmittelbare finanzielle Entspannung. CEO Arthur Hoeld stuft 2026 klar als Übergangsjahr ein und prognostiziert einen weiteren operativen Verlust zwischen 50 und 150 Millionen Euro. Der Fokus liegt weiterhin auf der Straffung des Vertriebs und der Reduzierung der Lagerbestände.
Ein erster Härtetest steht bereits am 30. April mit den Zahlen zum ersten Quartal an. Analysten von mwb research rechnen mit einem Umsatz von 1,83 Milliarden Euro und einem Rückgang des EBIT auf 20 bis 35 Millionen Euro. Neben der Bereinigung im nordamerikanischen Großhandel und Schwächen in China belasten die neuen US-Zölle. Diese könnten den Vorsteuergewinn um rund 80 Millionen Euro schmälern. Puma hat gegen die Abgaben bereits Klage vor einem Bundesgericht in New York eingereicht.
Börse ignoriert die Fundamentaldaten
Trotz dieser schwierigen Ausgangslage präsentiert sich das Wertpapier erstaunlich robust. Auf Wochensicht legte der Kurs um rund 12 Prozent zu und notiert aktuell nahe seinem 52-Wochen-Hoch von 24,77 Euro.
Marktbeobachter gehen davon aus, dass Anleger die aktuelle Schwächephase bereits vollständig eingepreist haben. Operativ setzt das Management nun auf eine hohe Sichtbarkeit der Marke, unter anderem durch die Ausstattung von elf Nationalmannschaften bei der kommenden Fußball-Weltmeisterschaft. Eine nachhaltige Rückkehr auf den Wachstumspfad peilt der Konzern nach Abschluss der Restrukturierung für das Jahr 2027 an.
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