Putin, Modi

Putin trifft Xi, Modi, Erdogan und Peseschkian - in Kirgistan

Veröffentlicht am: 28.08.2026 um 19:44 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Kremlchef Wladimir Putin trifft nÀchste Woche gleich mehrere Staats- und Regierungschefs zu politischen GesprÀchen in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek in Zentralasien und danach auch in Russland.

An diesem Montag werde es beim Treffen mit Chinas Partei- und Staatschef Xi Jinping auch um die geplante neue Gasleitung Sila Sibiri 2 (auf Deutsch: Kraft Sibiriens) gehen, teilte Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow in Moskau mit. Am Rande des Gipfels der Shanghaier Organisation fĂŒr Zusammenarbeit (SOZ) seien zudem GesprĂ€che mit Indiens Premierminister Narendra Modi geplant.

Indien und China gelten fĂŒr Russland als verlĂ€ssliche Handelspartner, wĂ€hrend die USA und die EU das Land wegen Putins Krieg gegen die Ukraine mit Sanktionen belegt haben. In Bischkek werde es auch um den Krieg in der Ukraine gehen, sagte Uschakow. Putin fĂŒhrt diesen Angriffskrieg inzwischen im fĂŒnften Jahr. Insbesondere Modi hatte Russland zu einer Beendigung der Invasion aufgefordert. Er und Putin sehen sich auch beim Gipfel der Brics-LĂ€nder am 12. und 13. September in Neu-Delhi.

Zudem stĂŒnden fĂŒr Dienstag in Bischkek in Putins Terminkalender Unterredungen mit dem tĂŒrkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan und dem iranischen PrĂ€sidenten Massud Peseschkian, sagte Uschakow. Mit Erdogan werde Putin ĂŒber den Krieg in der Ukraine und insbesondere ĂŒber den Seekrieg im Schwarzen Meer sprechen. Dort greifen Kiew und Moskau auch Handelsschiffe unter anderem mit Drohnen an. Die TĂŒrkei will diese KĂ€mpfe, die wirtschaftliche MilliardenschĂ€den verursachen, beenden.

GesprÀche zur Lage im Nahen Osten und Auftritt in Wladiwostok

Beim Treffen mit Peseschkian werde die Lage im Nahen Osten Thema sein, sagte Uschakow. Moskau und Teheran pflegen eine strategische Partnerschaft, der Iran setzt auf UnterstĂŒtzung Russlands im Krieg mit den USA und Israel.

Geplant sei am Dienstag auch ein Treffen mit dem armenischen Regierungschef Nikol Paschinjan, der mit seinem SĂŒdkaukasusstaat in iranischer Nachbarschaft in die EU strebt. Uschakow sagte, dass Armenien nicht beides haben könne, eine EU-Mitgliedschaft und die VorzĂŒge einer Partnerschaft mit Russland, das dem Land gĂŒnstig Energie liefert. Eriwan mĂŒsse sich entscheiden.

Danach reist Putin nach Kremlangaben nach Wladiwostok, wo an der russischen PazifikkĂŒste das Östliche Wirtschaftsforum vom 1. bis 4. September geplant ist. Dort hĂ€lt Putin am 3. September bei einer Plenarsitzung eine Rede, trifft den indonesischen PrĂ€sidenten und den mongolischen Regierungschef und beantwortet Fragen auf einem Podium auch zur internationalen Politik.

FĂŒr Putin gelten diese Treffen und Reisen auch als Zeichen an den Westen, dass Russland trotz des Ukraine-Krieges auf internationaler BĂŒhne nicht isoliert ist.

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