Qualcomm Aktie: 22 Milliarden außerhalb Smartphones bis 2029
11.05.2026 - 13:40:11 | boerse-global.deQualcomm verkauft derzeit nicht nur Chips. Der Konzern verkauft eine neue Erzählung: Das Smartphone soll an Bedeutung verlieren, tragbare KI-Geräte sollen übernehmen. CEO Cristiano Amon nennt Brillen, Schmuck, Pins und Anhänger als mögliche Formen. Der Markt hört hin.
Die Aktie läuft entsprechend heiß. Am Montag notiert Qualcomm bei 191,22 Euro und legt um 2,86 Prozent zu. Damit erreicht der Titel ein neues Hoch auf Jahressicht. Seit dem Tief im Frühjahr beträgt das Plus knapp 80 Prozent.
Amon setzt auf KI-Agenten
Amon beschreibt den nächsten großen Schritt im Computing als Wechsel weg vom Gerät in der Hand. Künftig soll ein autonomer KI-Agent im Zentrum stehen. Er begleitet Nutzer über tragbare Hardware statt über klassische Smartphone-Apps.
Besonders brisant ist seine Aussage zu Partnern. Qualcomm arbeite mit „praktisch allen“ großen KI-Unternehmen an neuen Geräten, sagte Amon. Dazu zählt er OpenAI und Meta. Einige Formfaktoren seien noch geheim, weil die Produkte nicht öffentlich seien.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Qualcomm?
Das passt zu einem größeren Umbau des Konzerns. Qualcomm war lange stark vom Smartphone-Markt abhängig. Unter Amon baut das Unternehmen neue Felder aus, darunter Autochips, Robotik und KI-Wearables. Bis 2029 soll das Geschäft außerhalb mobiler Endgeräte auf 22 Milliarden Dollar wachsen.
Autochips liefern schon Zahlen
Die neue Story hängt nicht nur an Zukunftsbildern. Im Autogeschäft zeigt Qualcomm bereits Tempo. Der Umsatz mit Autochips stieg im zweiten Geschäftsquartal um 38 Prozent auf einen Rekordwert von 1,326 Milliarden Dollar.
Damit überschreitet die Sparte erstmals eine annualisierte Umsatzrate von 5 Milliarden Dollar. Das ist wichtig, weil Investoren bei Qualcomm seit Jahren nach Belegen für eine breitere Basis suchen. Weniger Abhängigkeit vom Smartphone-Zyklus bedeutet mehr Spielraum bei der Bewertung.
Auch im Rechenzentrum will der Konzern schneller vorankommen. Amon kündigte an, dass Qualcomm früher als geplant Chips an einen großen Hyperscaler liefern werde. Details will das Unternehmen beim Investorentag am 24. Juni nachreichen.
Nicht alles ist geklärt
Ein Unsicherheitsfaktor bleibt OpenAI. Analyst Ming-Chi Kuo hatte zunächst berichtet, Qualcomm und MediaTek würden gemeinsam an einem Spezialchip für ein OpenAI-Smartphone arbeiten. Später deutete er an, dass der Auftrag für den Smartphone-Chip nun allein an MediaTek gehen könnte.
Qualcomm vor dem Wendepunkt? Diese Analyse zeigt, was Anleger jetzt wissen müssen.
Hinzu kommt der Wettbewerb um modernste Fertigungskapazitäten. Apple soll sich einen großen Teil der frühen 2-Nanometer-Produktion bei TSMC gesichert haben. Das könnte den Zugang anderer Kunden begrenzen, auch für Qualcomm.
Kurzfristig bleibt auch das klassische Smartphone-Geschäft ein Bremsklotz. Das Management hatte für das dritte Geschäftsquartal einen Umsatz von 9,2 bis 10,0 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Als Grund nannte Qualcomm Lageranpassungen bei chinesischen Handset-Kunden.
Die Aktie preist inzwischen viel Zukunft ein. Der RSI liegt bei 72,7 und signalisiert ein überhitztes Momentum. Der Investorentag am 24. Juni wird damit zum nächsten Prüfstein: Dann muss Qualcomm konkreter erklären, wie aus KI-Brillen, Rechenzentrumschips und Autoelektronik ein belastbarer Wachstumspfad entsteht.
Qualcomm-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Qualcomm-Analyse vom 11. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Qualcomm-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Qualcomm-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 11. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Qualcomm: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
So schätzen die Börsenprofis Qualcomm Aktien ein!
Für. Immer. Kostenlos.
