Radikal, Valie

Radikal, nackt, laut: Warum Valie Export jetzt wieder überall gefeiert wird

28.01.2026 - 05:39:05

Feministisches Kult-Icon, Körper-Performance mit Schockfaktor und Sammler-Liebling: Warum Valie Export gerade von Museum bis TikTok wieder groß im Gespräch ist – und ob sich ein Investment lohnt.

Alle reden plötzlich wieder über Valie Export – und vielleicht hast du ihre radikalen Körper-Performances schon mal in einem Meme, einer Doku oder in einem Uni-Referat gesehen. Aber: Hinter dem Skandal-Image steckt eine Künstlerin, die Kunstgeschichte brutal aufgebrochen hat. Und ja, ihre Arbeiten sind längst im Museums-Olymp – und auf dem Radar von cleveren Sammler:innen.

Ob du auf feministische Kunst, provokante Fotos oder hardcore Performance stehst: Valie Export ist ein Name, an dem du 2026 nicht vorbeikommst. Ihre Themen – Körper, Kontrolle, Medien, Blick – fühlen sich plötzlich wieder verdammt aktuell an.

Das Netz staunt: Valie Export auf TikTok & Co.

Valie Export ist eigentlich schon seit den 60ern aktiv, aber ihre Arbeiten sehen heute aus wie für Social Media gemacht: krasse Körperbilder, direkte Kamera-Posen, Schmerz, Nacktheit, Straßenszenen. Vieles wirkt wie ein Live-Stream aus einer anderen Zeit.

Gerade im Netz werden ihre legendären Aktionen immer wieder neu entdeckt – von feministischen Insta-Accounts, Kunst-Memes bis zu Video-Essays auf YouTube. Vor allem ihre Performance-Fotos sind absolut Instagrammable: grobkörnig, roh, kompromisslos – zero Filter, 100% Statement.

Willst du die Kunstwerke in Action sehen? Hier geht's zum Hype:

Auf Social Media wird sie oft als OG-Feministin gefeiert: Eine, die schon Körpernormen, Male Gaze und Mediensexualisierung attackiert hat, als es noch nicht mal Internet gab. Andere finden: "Das ist too much" oder fragen sich, ob das heute noch schockt. Genau diese Spannung macht ihren aktuellen Kunst-Hype aus.

Meisterwerke & Skandale: Das musst du kennen

Wenn du bei Valie Export mitreden willst, brauchst du ein paar Key-Werke im Kopf. Hier die absolut Must-See-Stücke:

  • "Tapp- und Tastkino" (Performance, späte 60er)
    Export trägt eine Art Mini-Kino vor der Brust, hinter dem Männer ihre Hände hineinstecken können, um sie anzufassen. Aber: Nur im festgelegten Rahmen der Künstlerin. Sie dreht die Machtverhältnisse einfach um. Heute würden wir sagen: Consent-Performance. Ein Bild dieser Aktion ist legendär – eine der ikonischsten feministischen Performances ever.
  • "Aktionshose: Genitalpanik" (Performance und Fotoreihe, späte 60er)
    Schwarze Lederjacke, offene Schritt-Hose, Maschinengewehr-Ästhetik, harter Blick: Export inszeniert sich als aggressive, unnahbare Figur, kein Objekt für den männlichen Blick. Diese Bilder sind Hardcore-Poster-Material und tauchen immer wieder in Ausstellungen, Büchern und Feeds auf. Popkultur-Referenzen? Ohne Ende – von Punk bis Riot Grrrl.
  • Videokunst & Medienkritik (70er und später)
    Export war früh mit Video unterwegs und hat TV, Werbung und Rollenbilder auseinandergenommen. In Arbeiten wie ihren medialen Selbstinszenierungen oder Foto-Serien spielt sie mit Überwachung, Kontrolle und Kamera-Blick. Vieles davon wirkt wie eine bittere Vorahnung von Social Media, Filters, Body-Pressure – nur analog und viel direkter.

Optisch kannst du dir ihren Stil so merken: schwarz-weiß, kontrastreich, körpernah, oft nackt, oft aggressiv, nie dekorativ. Das ist nicht Wohnzimmer-Deko, das ist Konfrontation.

Rekord-Preise: So viel ist die Kunst wert

Valie Export ist kein Newcomer, sondern längst Klassikerin der Medien- und Performancekunst. Auf dem Markt ist sie aber spannenderweise immer noch unter dem Preislevel mancher männlicher Kollegen aus derselben Zeit – was sie für viele als Investment-Tipp interessant macht.

Laut öffentlichen Auktionsdaten (z. B. Artnet, Auktionshäuser-Berichte) liegen ihre bisher bekannt gewordenen Rekordpreise für ikonische Fotoarbeiten und Editionen im mittleren bis oberen fünfstelligen Bereich, teilweise an der Schwelle zum sechsstelligen Segment, je nach Werk, Format und Seltenheit. Genaue Summen werden oft nur in Fachdatenbanken oder auf Anfrage der Auktionshäuser transparent, aber klar ist: Die Kurve zeigte in den letzten Jahren kontinuierlich nach oben.

Wichtig: Ihre historischen Performance-Fotos, frühe Medienarbeiten und seltene Editionen sind die Stücke mit der größten Nachfrage. Museumssammlungen und große Institutionen sichern sich diese Arbeiten, was den Markt langfristig stützt. Klassischer Blue-Chip-Status wie bei Warhol oder Basquiat? Noch nicht ganz. Aber im Bereich Feministische Avantgarde gehört sie definitiv zur Top-Liga.

Ihre Karriere-Highlights liefern das Fundament dafür:

  • Sie gilt als eine der wichtigsten Figuren der Feministischen Avantgarde Europas und hat früh den eigenen Körper als Medium eingesetzt.
  • Sie war auf großen internationalen Ausstellungsbühnen vertreten, von bedeutenden Museumsshows bis zu renommierten Kunstinstitutionen weltweit.
  • Ihre Arbeiten sind in vielen wichtigen öffentlichen Sammlungen vertreten – das ist immer ein gutes Zeichen für langfristige Wertstabilität.

Sammler:innen, die auf Kunstgeschichte plus Haltung setzen, haben sie schon länger auf dem Schirm. Wer heute einsteigt, zielt weniger auf den schnellen Millionen-Hammer, sondern auf kulturelles Gewicht und ein Werk, das in 20 Jahren noch relevant ist.

Live erleben: Hier kannst du die Kunst sehen

Die beste Art, Valie Export zu checken, ist nicht über Screenshots, sondern im Raum: großformatige Fotos, Video-Installationen, akustische Arbeiten – das alles knallt noch mal anders, wenn du davorstehst.

Aktuelle öffentliche Infos zeigen: Einzel- oder Gruppenausstellungen mit Valie-Export-Werken tauchen regelmäßig in internationalen Museen und Galerien auf, besonders im Kontext Feministische Avantgarde, Performance-Geschichte, Medienkunst. Konkrete und verlässlich belegbare neue Termine über den jetzigen Zeitpunkt hinaus sind öffentlich jedoch nur begrenzt transparent.

Aktuell keine Ausstellungen bekannt, die offiziell und eindeutig als kommende oder laufende Valie-Export-Solo-Show mit fest kommunizierten Daten verifiziert sind.

Wenn du nichts verpassen willst, check regelmäßig diese Seiten:

Tipp: Viele große Museen digitalisieren gerade ihre Bestände. Such in den Online-Sammlungen nach „Valie Export“ – nicht selten findest du dort hochauflösende Bilder und Infos zu Werken, die nur selten ausgestellt werden.

Fazit: Hype gerechtfertigt?

Wenn du nur hübsche Wanddeko willst, ist Valie Export hartes Programm. Ihre Kunst tut weh, stellt Fragen, lässt dich nicht in Ruhe – und genau das macht sie so stark. Sie ist nicht die Künstlerin, die man „nebenbei“ mag. Sie ist die, die dir dein Verhältnis zu Körper, Bildern und Medien zerschießt und neu zusammensetzt.

Für die TikTok-Generation fühlt sich ihre Arbeit überraschend zeitgenössisch an: Self-Image, Exposure, Kontrolle über den eigenen Körper – all das verhandelt sie, bevor es Smartphones gab. Inhaltlich ist das pures Now, formal roher als vieles, was heute produziert wird.

Sammler:innen sollten sie auf dem Schirm haben, wenn sie in Arbeiten investieren wollen, die kunsthistorisch safe, aber preislich noch nicht komplett durch die Decke sind. Kein schneller Flip-Hype, sondern langfristige Bedeutung. Für alle anderen gilt: Wenn du verstehen willst, woher ein großer Teil der heutigen feministischen und medienkritischen Kunst kommt, führt kein Weg an Valie Export vorbei.

Kurz: Genial und garantiert nichts für Lauwarm-Fans.

@ ad-hoc-news.de