REDs-Syndrom, EnergierÀuber

REDs-Syndrom: Der stille EnergierÀuber im Sport

28.01.2026 - 07:55:12

Ein chronischer Energiemangel beeintrÀchtigt bei Athleten Knochen, Hormone und Immunsystem. Besonders in gewichts- und Àsthetiksensiblen Sportarten bleibt das Syndrom oft lange unerkannt.

Ein chronischer Energiemangel bedroht die Gesundheit von Profi- und Amateursportlern. Das sogenannte REDs-Syndrom (Relative Energy Deficiency in Sport) beeinträchtigt Knochen, Hormone und Immunsystem – und bleibt oft lange unerkannt.

Vom Nischenproblem zum Breitenfokus

Was steckt hinter dem Syndrom? Es ist die moderne Erweiterung der früheren „Female Athlete Triad“. Seit 2014 nutzt das Internationale Olympische Komitee (IOC) den Begriff REDs. Warum? Um anzuerkennen, dass auch Männer betroffen sind und die Folgen weit über Menstruationsstörungen und Knochenschwund hinausgehen.

Die Ursache ist immer dieselbe: eine dauerhaft zu niedrige Energieverfügbarkeit. Der Körper erhält nicht genug „Treibstoff“, um gleichzeitig intensives Training und lebenswichtige Grundfunktionen zu stemmen. Die Folge? Er schaltet in den Sparmodus.

Anzeige

Passend zum Thema REDs und die oft verborgenen hormonellen Veränderungen: Weil Laborwerte häufig falsch interpretiert werden, bleibt die Diagnose unklar. Ein kostenloser 25-seitiger PDF‑Report erklärt, welche Blutwerte (u. a. TSH und wichtige Vitalstoff-Parameter) wirklich aussagekräftig sind, wie Fehldiagnosen verhindert werden und welche Spezialtests Athleten sinnvoll ergänzen. Ideal für Sportler, Trainer und Ärzte, die Klarheit wollen. Der Report kommt direkt per E‑Mail. Jetzt Laborwerte-Report herunterladen

  • Unbeabsichtigt passiert das durch Fehlkalkulation des hohen Kalorienbedarfs.
  • Beabsichtigt wird es oft durch restriktive Diäten oder Druck, ein bestimmtes Wettkampfgewicht zu erreichen.

Ein Dominoeffekt im Körper

Die Auswirkungen sind ein systemischer Dominoeffekt. Zuerst gerät der Hormonhaushalt aus dem Takt. Bei Frauen bleibt oft die Menstruation aus, bei Männern sinkt der Testosteronspiegel. Das hat direkte Folgen für die Knochen: Die Dichte nimmt ab, das Risiko für Ermüdungsbrüche steigt dramatisch.

Doch der Energiemangel wirkt weiter:
* Der Stoffwechsel verlangsamt sich.
* Das Immunsystem wird anfälliger für Infekte.
* Auch die psychische Gesundheit leidet – Ängste und Depressionen sind häufige Begleiter.

Wer ist besonders gefährdet?

Grundsätzlich kann es jeden treffen. Besonders hoch ist das Risiko jedoch in Sportarten, bei denen ein geringes Körpergewicht als vorteilhaft gilt. Dazu zählen:

  • Ausdauersportarten (Laufen, Radsport)
  • Ästhetische Sportarten (Turnen, Eiskunstlauf)
  • Disziplinen mit Gewichtsklassen (Rudern, Kampfsport)

Die Prävention ist daher Teamarbeit. Trainer, Betreuer und Ärzte müssen Warnsignale wie anhaltende Müdigkeit, Leistungsabfall oder häufige Krankheiten ernst nehmen. Die Behandlung setzt an der Wurzel an: Sie zielt darauf ab, die Energiebilanz durch angepasste Ernährung und oft auch weniger Training wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Die stille Herausforderung

Warum wird REDs so oft übersehen? Die Symptome sind unspezifisch und ähneln denen eines Übertrainings. Dazu kommt der immense Leistungsdruck in vielen Sportarten. Die jüngste IOC-Konsenserklärung von 2023 schärft zwar das Bewusstsein, doch die Diagnose bleibt schwierig.

Die Zukunft erfordert mehr Aufklärung und einfachere Screening-Methoden. Nur so lässt sich der stille Energieräuber frühzeitig stoppen – und die langfristige Gesundheit der Athleten sichern.

Anzeige

PS: Viele Fälle von REDs bleiben unentdeckt, weil subtile Veränderungen in Blutwerten übersehen werden. Holen Sie sich den verständlichen Laborwerte-Check: Konkrete Erklärungen zu relevanten Blutparametern und praktische Hinweise, welche Tests Sportler ergänzend anfordern sollten. Kostenlos als PDF per E‑Mail – schnell, praxisorientiert und für Betreuer genauso nützlich wie für Athleten. Jetzt Laborwerte-Check anfordern

@ boerse-global.de