Regen setzt ZuckerrĂŒben eher zu statt zu helfen
Veröffentlicht am: 20.08.2026 um 13:18 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"Die RĂŒben werden diesen Regen dann allein fĂŒr ihre Regeneration nutzen und den bereits gebildeten Zucker zum Wachstum neuer BlĂ€tter verwenden", teilte der Verband im unterfrĂ€nkischen Ochsenfurt mit. "Selbst ergiebige NiederschlĂ€ge werden in den kommenden Wochen erwartete Ernteverluste nicht mehr ausgleichen können."
FĂŒr SĂŒddeutschland rechnet der VSZ mit einer historischen Missernte bis zum Totalausfall fĂŒr einige Anbauer. "In besonders stark betroffenen Regionen wie dem Rhein-Main-Gebiet, Baden-WĂŒrttemberg und Franken werden die Felder zum Teil kaum noch Ertrag bringen."
Problem Trockenstress
Den RĂŒben machten in diesem Jahr neben der Trockenheit und Hitze auch Krankheiten wie Stolbur zu schaffen. Trockenstress schwĂ€che die Widerstandskraft der Pflanzen gegen die Erreger. Durch die Krankheiten entwickelten die RĂŒben eine gummiartige Konsistenz und es sei deutlich weniger Zucker extrahierbar.
"2026 droht als eines der schwierigsten und bittersten RĂŒbenjahre in die Geschichte des sĂŒddeutschen ZuckerrĂŒbenanbaus einzugehen", sagte Verbandschef Stefan Streng. "Selbst steigende Zuckerpreise können die Verluste nicht mehr ausgleichen."
Tausende Betroffene
Der Verband SĂŒddeutscher ZuckerrĂŒbenanbauer ist die Dachorganisation sieben regionaler VerbĂ€nde und spricht nach eigenen Angaben fĂŒr knapp 10.000 RĂŒbenanbauer. Auf rund 100.000 Hektar bauen sie demnach ZuckerrĂŒben an und beliefern sieben Fabriken. Das Gebiet erstreckt sich ĂŒber die BundeslĂ€nder Bayern, Baden-WĂŒrttemberg, Hessen, das Saarland, Rheinland-Pfalz, Sachsen, ThĂŒringen sowie ĂŒber Teile Nordrhein-Westfalens, Sachsen-Anhalts und Brandenburgs.
