Regenerative, Landwirtschaft

Regenerative Landwirtschaft steigert Nährstoffgehalt in Lebensmitteln

28.01.2026 - 04:13:12

Regenerative Anbaumethoden führen zu vitamin- und mineralstoffreicheren Pflanzen und senken Emissionen, während Großkonzerne ihre Lieferketten umstellen.

Regenerative Landwirtschaft macht Lebensmittel nährstoffreicher. Aktuelle Studien zeigen: Gesündere Böden führen direkt zu gesünderen Pflanzen mit mehr Vitaminen und Mineralstoffen. Dieser Ansatz gewinnt weltweit an Bedeutung und bringt Landwirte und Konzerne zum Umdenken.

Der Schlüssel liegt im lebendigen Boden

Im Kern geht es nicht um Ertragsmaximierung, sondern um die Wiederherstellung eines lebendigen Ökosystems. Praktiken wie Direktsaat, Zwischenfrüchte und vielfältige Fruchtfolgen bauen Humus auf. Diese Schicht wimmelt von Mikroorganismen, die Pflanzen optimal mit Nährstoffen versorgen.

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Im Gegensatz zur konventionellen Landwirtschaft schafft dieser Ansatz ein sich selbst erhaltendes System – ganz ohne synthetische Düngemittel.

Was die Forschung konkret aufdeckt

Die wissenschaftlichen Belege mehren sich. Eine Studie der Universität Washington belegt höhere Nährstoffgehalte in regenerativ angebauten Pflanzen. Im Vergleich zu konventionellen Produkten fanden die Forscher mehr:
* Vitamin K, E, B1 und B2
* Kalzium, Phosphor und Kupfer

Experten führen dies auf das reiche Bodenleben zurück. Es verbessert die Fähigkeit der Pflanzen, ein breiteres Spektrum an Nährstoffen aufzunehmen.

Die Lebensmittelindustrie steigt um

Großkonzerne wie General Mills, PepsiCo und Nestlé integrieren regenerative Praktiken bereits in ihre Lieferketten. Sie erkennen drei Vorteile: ökologische Verbesserungen, widerstandsfähigere Lieferketten gegen Dürren und die Erfüllung der Verbrauchernachfrage.

Initiativen wie die European Alliance for Regenerative Agriculture (EARA) treiben die Bewegung mit Landwirten aus über 20 Ländern voran und fordern politische Unterstützung.

Mehr als nur Bio: Die nächste Evolutionsstufe

Regenerative Landwirtschaft geht über den Biolandbau hinaus. Während Bio auf Verzicht setzt, steht hier die aktive Verbesserung des gesamten Hofökosystems im Mittelpunkt. Die Klimavorteile sind erheblich.

Eine Analyse von PwC Deutschland und dem AgriTech-Unternehmen Klim zeigt: Regenerative Methoden können die Emissionen um bis zu 30 Prozent senken. Gleichzeitig stiegen die Erträge bei Winterweizen um sieben Prozent. Damit widerlegt die Praxis das alte Argument, Nachhaltigkeit führe zwangsläufig zu geringeren Ernten.

Politische Weichenstellung für die Breitenwirkung

Für eine flächendeckende Umstellung sind jetzt die richtigen Rahmenbedingungen gefragt. Verbände fordern gezielte Förderungen, Risikoversicherungen und weniger Bürokratie. Die EU-Agrarpolitik (GAP) wird als zentrales Instrument gesehen, um Anreize zu schaffen.

Kritiker monieren jedoch, die aktuellen Regelungen gingen nicht weit genug. In Deutschland fordern Landwirtschaftsvertreter vor allem Planungssicherheit. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob der vielversprechende Ansatz den Sprung von Pionierbetrieben in die breite Praxis schafft.

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