Resilienz-Coaching, Ausbildungs-Standard

Resilienz-Coaching wird zum Ausbildungs-Standard

23.01.2026 - 03:04:12

Angesichts hoher Abbruchquoten setzen Unternehmen auf Resilienz-Trainings und schulen Ausbilder zu Mental-Health-Ansprechpartnern, um Fachkräfte zu binden.

Deutsche Betriebe investieren massiv in psychische Gesundheit ihrer Azubis. Hintergrund sind hohe Abbruchquoten und der Kampf um Fachkräfte.

Angesichts steigender psychischer Belastungen und einer Abbruchquote von fast 30 Prozent setzen Unternehmen auf neue Konzepte. Ausbilder werden zu Mental-Health-Coaches, Resilienz-Trainings gehören zum Pflichtprogramm. Experten sehen darin weniger Fürsorge als wirtschaftliche Notwendigkeit.

Die Zahlen sind alarmierend: Fast jeder dritte Ausbildungsvertrag (29,7 Prozent) wurde 2024 vorzeitig gelöst. Gründe sind oft mangelnde Orientierung, Stress und Kommunikationsprobleme. Gleichzeitig steigen psychische Erkrankungen bei jungen Erwachsenen.

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Vom Fachexperten zum psychologischen Ersthelfer

Unternehmen reagieren mit mehrstufigen Programmen. Im Fokus stehen Resilienz-Trainings, die Coping-Strategien vermitteln. Doch das reicht nicht mehr. Immer mehr Ausbilder werden zu geschulten Ansprechpartnern.

Ihre neue Rolle: Verhaltensänderungen erkennen, einfühlsame Gespräche führen und bei Bedarf den Weg zu professioneller Hilfe ebnen. “Ausbilder sollen keine Therapeuten ersetzen”, betonen Experten. “Aber sie müssen erste Anlaufstelle sein.”

Die Herausforderung ist groß. Eine psychologisch sichere Umgebung zu schaffen, in der Azubis ohne Stigmatisierungsangst reden können, gilt als Schlüssel zum Erfolg. Dafür brauchen auch Ausbilder selbst Unterstützung – sonst droht Überforderung.

Wirtschaftlicher Druck treibt den Wandel voran

Jeder abgebrochene Vertrag bedeutet verlorene Investitionen und erschwert die Personalplanung. In Zeiten des Fachkräftemangels wird die Bindung junger Talente zur Überlebensfrage.

Die Politik hat die Zeichen erkannt. Die duale Ausbildung soll attraktiver werden. Die zum Jahresbeginn 2026 erneut erhöhte Mindestvergütung hilft – löst aber das Kernproblem nicht. Geld allein macht keine glücklichen Azubis.

Kann bessere Betreuung die hohen Abbruchquoten senken? Eine aktuelle Studie zu “Azubi-Recruiting-Trends 2026” untersucht genau das. Die Ergebnisse werden noch in diesem Jahr erwartet und könnten Ausbildungsrahmen nachhaltig verändern.

Psychische Gesundheit wird zur Kernkompetenz

Die Zukunft der Ausbildung wird davon abhängen, wie gut psychisches Wohlbefinden integriert wird. Für Personalverantwortliche verschieben sich die Prioritäten dauerhaft.

Resilienz-Förderung wandelt sich vom Nice-to-have zur strategischen Kernaufgabe. Unternehmen, die hier früh investieren, sichern sich nicht nur Fachkräfte. Sie positionieren sich auch als verantwortungsvolle Arbeitgeber in einem hart umkämpften Markt.

Der Wandel ist im Gange. Die Frage ist nicht mehr ob, sondern wie schnell deutsche Betriebe ihre Ausbildungskultur an die neuen Realitäten anpassen.

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