Resmed-Studie: Zwei Drittel der Deutschen schlafen schlecht
15.03.2026 - 00:00:20 | boerse-global.deZwei aktuelle Studien belegen eine weit verbreitete Schlafkrise in Deutschland. AnlÀsslich des Weltschlaftags veröffentlichten Resmed und Doctolib alarmierende Zahlen: 63 Prozent der Bevölkerung litten im vergangenen Jahr unter Schlafproblemen.
Stress und Sorgen rauben den Schlaf
Die Hauptursachen sind klar. Laut der Doctolib-Studie nennt die HĂ€lfte der Betroffenen kreisende Gedanken und Sorgen als gröĂten SchlafrĂ€uber. Privater und beruflicher Stress folgen auf den PlĂ€tzen. âViele nehmen ihren Stress mit ins Bettâ, warnt Schlafmediziner Holger Woehrle. Das Schlafzimmer sollte jedoch ein reiner Erholungsort sein.
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Ein weiteres Alarmzeichen ist die allgegenwĂ€rtige Snooze-Taste. 47 Prozent der Deutschen drĂŒcken sie mindestens einmal pro Woche. Mediziner sehen darin einen Grund fĂŒr fragmentierten und weniger erholsamen Schlaf.
Bewegung und Entspannung als Lösung
Wie lĂ€sst sich der Teufelskreis durchbrechen? Experten setzen auf zwei SĂ€ulen: regelmĂ€Ăige Bewegung und mentale Entspannung. Körperliche AktivitĂ€t am Tag fördert die abendliche MĂŒdigkeit. Intensive Sporteinheiten kurz vor dem Schlafen sind jedoch kontraproduktiv.
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FĂŒr den Abend raten Mediziner zu sanften Methoden. AtemĂŒbungen, progressive Muskelentspannung oder kurze Meditationen helfen beim Abschalten. Kritisch ist auch der Umgang mit digitalen Medien. Bei 21 Prozent der Befragten stört die Bildschirmzeit vor dem Schlafen die Nachtruhe.
Hohe volkswirtschaftliche Kosten
Die Folgen der Schlafmangel-Epidemie sind gravierend. Mehr als die HĂ€lfte der Menschen fĂŒhlt sich an höchstens vier Tagen pro Woche richtig erholt. Die wirtschaftlichen SchĂ€den sind immens: Schlafbedingte ArbeitsausfĂ€lle und UnfĂ€lle kosten Europa schĂ€tzungsweise 400 Milliarden Euro pro Jahr.
Dennoch suchen 72 Prozent der Betroffenen keine professionelle Hilfe auf. Dabei betonen Ărzte, dass guter Schlaf das Fundament fĂŒr physische und psychische Gesundheit ist â wichtiger sogar als ErnĂ€hrung und Bewegung.
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