Revolution Medicines Aktie: Vier Studien in München
25.06.2026 - 11:18:52 | boerse-global.de
Revolution Medicines rüstet sich für einen der wichtigsten Termine des Jahres. Im Juli trifft sich die Krebsforschungswelt in München zum ESMO Gastrointestinal Cancers Congress. Das Biotech-Unternehmen wird dort gleich vier Studien-Präsentationen liefern – ausschließlich zu seinem RAS(ON)-Pipeline.
Der Fokus liegt auf der Bauchspeicheldrüsenkrebs-Therapie. Gleich zwei mündliche Präsentationen drehen sich um Zoldonrasib (RMC-9805), einen selektiven G12D-Inhibitor. Die erste untersucht den Wirkstoff in Kombination mit Chemotherapie als Erstlinienbehandlung. Die zweite kombiniert ihn mit Daraxonrasib – für Patienten, die bereits vortherapiert sind.
Hinzu kommen zwei Poster-Präsentationen zum Phase-3-Programm. Im Fokus: die RASolute-303-Studie, die Daraxonrasib gegen aktuelle Standards bei Erstlinien-Pankreaskrebs testet. Sowie RASolute 304, eine Studie im adjuvanten Setting – also nach einer Operation.
Der nächste Meilenstein läuft bereits
An anderer Stelle ist Revolution Medicines schon einen Schritt weiter. Die Phase-3-Studie RASolute 305 hat mit der Rekrutierung begonnen. Es ist eine globale, randomisierte, doppelblinde Studie. Geprüft wird Zoldonrasib plus Chemotherapie (mFOLFIRINOX oder Gemcitabin/Nab-Paclitaxel) gegen Placebo plus Chemotherapie als Erstlinientherapie bei RAS-G12D-metastasiertem Pankreaskrebs.
Die primären Endpunkte: progressionsfreies Überleben und Gesamtüberleben. Zwei harte Kriterien – daran scheitern viele Krebsmedikamente.
Aktie nahe Allzeithoch
Die Anleger honorieren den Fortschritt. Die Aktie notiert bei 150,10 Euro, ein Plus von 1,56 Prozent am Donnerstag. Auf Jahressicht liegt das Papier 122 Prozent im Plus. Gemessen am 52-Wochen-Hoch von 159,50 Euro fehlen knapp sechs Prozent.
Intern gab es eine Randnotiz: Jack Anders, ein Insider, will nach Aktienoptionsausübung 20.000 Aktien verkaufen. Ein kleinerer Verkauf im Juni war vorausgegangen. Kein Grund zur Beunruhigung – aber ein Punkt, den Anleger im Hinterkopf behalten.
München wird zum Lackmustest. Vier Datenpakete auf einem Kongress – selten zeigt ein Unternehmen so geballt seine Pipeline. Die Ergebnisse dürften den weiteren Kurs entscheidend prägen.
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