Rhein-Kreis Neuss bewilligt Rekordsumme für Wohnungsbau
28.01.2026 - 15:01:12Der Rhein-Kreis Neuss hat im vergangenen Jahr über 59,7 Millionen Euro für sozialen Wohnraum freigegeben. Das ist ein deutlicher Sprung gegenüber den 41,5 Millionen Euro aus 2024. Die kompletten Landesmittel fließen in Neubau, Modernisierung und Wohneigentum.
Der Kreis reagiert damit auf den enormen Druck am lokalen Immobilienmarkt. Attraktiv als Wohn- und Wirtschaftsstandort, braucht die Region dringend mehr bezahlbare Wohnungen. Die Rekordsumme soll hier Abhilfe schaffen.
Wo das Geld hingeht: Mieten im Fokus
Die Verteilung der Fördermillionen zeigt klare Prioritäten:
* Rund 34 Millionen Euro sind für den Mietwohnungsbau vorgesehen.
* Weitere 12,6 Millionen Euro fließen in die Quartiersentwicklung, also die Aufwertung ganzer Stadtteile.
* 7,4 Millionen Euro unterstützen selbstgenutztes Wohneigentum.
* 5,7 Millionen Euro sind für Modernisierungen reserviert.
Die Gelder verteilen sich sehr unterschiedlich auf die Städte. Den mit Abstand größten Batzen erhielt Dormagen mit 38,6 Millionen Euro. Es folgen Kaarst (6,4 Mio. €), Grevenbroich (5,7 Mio. €), Jüchen (3,6 Mio. €) und Neuss (3,5 Mio. €). In Rommerskirchen wurde im Förderjahr 2025 kein Geld ausgezahlt.
Viele Vermieter im Rhein-Kreis Neuss stehen 2025 vor der Frage, welche Miete rechtlich durchsetzbar ist und wie sich Vergleichswerte entwickeln. Der kostenlose Mietspiegel-Report 2025 liefert Vergleichsmieten, geprüfte Begründungshilfen für Mieterhöhungen und praxisnahe Formulierungen – ideal für Vermieter in Neuss, Dormagen oder Grevenbroich, die sich auf steigende Nachfrage einstellen. So vermeiden Sie teure Fehler bei Anpassungen und sind rechtssicher vorbereitet. Jetzt Mietspiegel-Report 2025 herunterladen
Die Zukunft: Anträge übertreffen Rekordsumme bei Weitem
Die bereits gestellten Anträge für die kommende Förderperiode zeigen: Der Bedarf ist riesig und wächst weiter. Allein die Stadt Neuss hat Vorhaben im Volumen von rund 39 Millionen Euro angemeldet. Grevenbroich plans mit beantragten 33,4 Millionen Euro.
Diese Zahlen deuten auf eine Verschiebung der Bauschwerpunkte hin. Während einige Kommunen nach großen Bewilligungen 2025 nun kürzer treten, drängen andere mit ambitionierten Plänen nach vorne. Die Bewilligungsbehörde des Kreises muss diese Nachfrage mit den begrenzten Landesmitteln steuern.
Prognose: Tausende neue Wohnungen nötig
Die aktuellen Investitionen sind nur der Anfang. Studien untermauern den langfristigen Handlungsdruck:
* Eine Wohnungsbedarfsanalyse sieht bis 2039 einen Bedarf von über 22.400 neuen Wohneinheiten im Kreis.
* Das Pestel-Institut geht von einem kurzfristigen Defizit von etwa 4.570 Wohnungen aus. Zum Ausgleich wären bis 2028 rund 1.900 neue Wohnungen pro Jahr nötig.
Trotz der Rekordförderung sind also weiterhin massive Anstrengungen von Kommunen und Wohnungswirtschaft erforderlich. Der Kreis hat bereits 2022 eine eigene Servicegesellschaft für preisgünstigen Wohnraum gegründet, um den Prozess zu beschleunigen.
Kann der politische Wille die finanziellen Hürden und Kapazitätsengpässe überwinden? Die hohen Antragsvolumen für die Zukunft lassen auf rege Bautätigkeit hoffen – besonders in Neuss und Grevenbroich. Ob es am Ende reicht, den prognostizierten Bedarf zu decken, hängt maßgeblich von der engen Zusammenarbeit aller Beteiligten ab.


