Rhein-Ruhr, Licht

Rhein-Ruhr erhält grünes Licht für Olympia-Bewerbung

20.04.2026 - 01:00:23 | boerse-global.de

Die Bürger in Nordrhein-Westfalen haben mehrheitlich für eine Olympia-Bewerbung der Region Rhein-Ruhr gestimmt. Damit ist eine zentrale Hürde im nationalen Auswahlverfahren genommen.

Rhein-Ruhr erhält grünes Licht für Olympia-Bewerbung - Foto: über boerse-global.de

Metropolen wie Düsseldorf, Köln und Wuppertal lieferten klare Ja-Voten. Nur in Herten scheiterte das Vorhaben am nötigen Quorum.

Damit hat die Region eine entscheidende Hürde im nationalen Auswahlverfahren des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) genommen. In 17 Kommunen waren über vier Millionen Menschen zur Abstimmung aufgerufen. Etwa 1,4 Millionen beteiligten sich.

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Klare Mehrheiten in den Großstädten

In Düsseldorf sprachen sich 67,24 Prozent der Wähler für das Projekt aus. Die Wahlbeteiligung lag bei 33,7 Prozent – weit über dem erforderlichen Quorum von zehn Prozent. Oberbürgermeister Stephan Keller wertete das Votum als starkes Signal und Verpflichtung für nachhaltige Planung.

In Wuppertal fiel die Zustimmung mit 72,2 Prozent sogar noch deutlicher aus. In Monheim am Rhein stimmten 70,7 Prozent mit Ja. Auch in der „Leading City“ Köln zeichnete sich eine Zustimmung von rund 60 Prozent ab.

Besonders wichtig: Die Bürger in Kiel votierten mit 63,5 Prozent für eine Beteiligung als Segelstandort. Das sichert die maritime Komponente des Konzepts „KölnRheinRuhr“.

Herten scheitert – Mountainbike-Standort muss weichen

Einziger Dämpfer: In Herten wurde das erforderliche Quorum von 20 Prozent der Wahlberechtigten verpasst. Die Stadt war als Austragungsort für die Mountainbike-Wettbewerbe vorgesehen und scheidet nun aus dem Verbund aus.

Was bedeutet das für die Bewerbung? Die Planer müssen kurzfristig einen alternativen Standort in einer der anderen 16 Kommunen finden. Die grundsätzliche Struktur des Konzepts bleibt aber erhalten. Es setzt auf die Nutzung von 95 Prozent bereits vorhandener oder temporärer Stätten.

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Ministerpräsident Hendrik Wüst zeigte sich siegessicher. Die mehrheitliche Zustimmung der Bevölkerung sei eine zentrale Voraussetzung gewesen.

Nachhaltigkeit als Trumpfkarte

Experten führen den Erfolg auf das innovative Konzept zurück. Rhein-Ruhr setzt konsequent auf Bestandsschutz und vermeidet teure Neubauten.

So soll die Schalke-Arena in Gelsenkirchen temporär zum Schwimmstadion umfunktioniert werden. Die Düsseldorfer Arena würde Finalspiele der Hallensportarten beherbergen. Das olympische Dorf in Köln soll nach den Spielen ein neues Stadtquartier für 10.000 Menschen werden.

Ein weiteres Plus: die Infrastruktur. 95 Prozent der Athleten könnten ihre Wettkampfstätten dank des dichten Netzes in unter einer Stunde erreichen.

Trotzdem blieben Kritiker skeptisch. Laut Forsa-Umfragen sahen 60 Prozent der Gegner in den Kosten das Hauptrisiko.

Vier Regionen im nationalen Rennen

Mit dem Ja aus NRW festigt die Region ihre Position im innerdeutschen Wettbewerb. Deutschland strebt eine Bewerbung für 2036, 2040 oder 2044 an. Neben Rhein-Ruhr sind drei weitere Standorte im Rennen.

München hatte bereits im Herbst 2025 ein Bürger-Votum von 66,4 Prozent erhalten. In Hamburg fällt die Entscheidung am 31. Mai 2026. Berlin setzt auf ein Beteiligungsverfahren ohne direkte Abstimmung.

DOSB-Präsident Thomas Weikert betonte die Gelassenheit des Verbands. Das klare Ja aus NRW sei dennoch essenziell, um dem Internationalen Olympischen Komitee eine breite Basis zu präsentieren.

Entscheidung fällt in Baden-Baden

Die Bewerberregionen müssen ihre finalen Konzepte bis zum 4. Juni einreichen. Eine Evaluierungskommission prüft die Unterlagen über den Sommer.

Die finale Entscheidung fällt am 26. September 2026. An diesem Tag kürt eine außerordentliche DOSB-Mitgliederversammlung in Baden-Baden den offiziellen deutschen Kandidaten.

Das Ziel: Dem IOC bis spätestens 2027 ein fertiges Dossier vorlegen. Die Bundesregierung unterstützt den Prozess bereits mit rund 6,9 Millionen Euro für die Bewerbungsphase. Ein deutscher Vorstoß erscheint so wahrscheinlich wie lange nicht.

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