Rheinmetall Aktie: 5,5 Milliarden für Naval Systems
12.05.2026 - 20:08:11 | boerse-global.deStarke operative Aussichten, schwache Kurse — bei Rheinmetall klaffen Realität und Marktstimmung am Tag der Hauptversammlung weit auseinander. Während Vorstandschef Armin Papperger den Konzern zum maritimen Schwergewicht umbaut und eine Rekorddividende vorschlägt, rutscht die Aktie auf ein neues 52-Wochen-Tief.
Dividende und bestätigte Ziele
Auf der heutigen virtuellen Hauptversammlung steht ein markanter Dividendenvorschlag zur Abstimmung. Aktionäre sollen 11,50 Euro je Aktie für das abgelaufene Geschäftsjahr erhalten. Das entspricht einem Plus von knapp 42 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Fundamental hält das Management Kurs. Papperger bestätigte die Jahresprognose mit einem avisierten Umsatz von bis zu 14,5 Milliarden Euro und einer operativen Marge von 19 Prozent. Bereits im laufenden zweiten Quartal erwartet der Konzernchef eine deutliche Wachstumsbeschleunigung.
Expansion auf die Weltmeere
Parallel dazu treibt Papperger den Umbau zum Vollsortimenter voran. Neben der Fertigung von F-35-Rumpfteilen in Weeze und Marschflugkörpern in Unterlüß rückt zunehmend das Wasser in den Fokus. Durch die Übernahme der Lürssen-Marinesparte verbucht die neu gegründete Division Naval Systems einen Start-Auftragsbestand von 5,5 Milliarden Euro.
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Die Ambitionen reichen weiter. Rheinmetall hat ein unverbindliches Angebot für die German Naval Yards in Kiel eingereicht. Die Due-Diligence-Prüfung läuft. Ein bindendes Angebot wird zeitnah erwartet, wobei der Konzern mit Thyssenkrupp Marine Systems um die Werft konkurriert.
Aktie unter Druck
An der Börse verpuffen die Expansionsfantasien bislang. Die Aktie verliert am Dienstag gut zwei Prozent und markiert mit 1.155,60 Euro ein neues 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursverlust auf knapp 28 Prozent.
Analysten bewerten die Lage unterschiedlich. JPMorgan stufte die Papiere auf "Neutral" ab und senkte das Kursziel auf 1.500 Euro. Die Experten verweisen auf Ausführungsrisiken beim Umbau. Die UBS hingegen wertet verfehlte Umsatzerwartungen im ersten Quartal als bereinigenden Effekt und rät mit einem Ziel von 2.200 Euro weiterhin zum Kauf.
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Am Mittwoch notiert die Aktie zunächst mit Dividendenabschlag. Um den charttechnischen Abwärtstrend nachhaltig zu stoppen, muss Papperger nun liefern und im anlaufenden Quartal das versprochene beschleunigte Wachstum tatsächlich in die Bücher bringen.
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