Rheinmetall Aktie: Barclays hebt auf Buy mit 2.035-Euro-Ziel
21.05.2026 - 16:54:20 | boerse-global.deFast 16 Jahre Pause — und nun plant Rheinmetall eine reguläre Anleiheemission. Der Düsseldorfer Rüstungskonzern spricht laut Bloomberg mit Investoren über einen 500-Millionen-Euro-Bond, während Barclays die Aktie zeitgleich auf "Buy" hochstuft. Beides zusammen zeigt, wie entschlossen das Unternehmen seinen Expansionskurs finanzieren will.
Erster öffentlicher Bond seit 2010
Konkret geht es um eine vorrangige, unbesicherte fünfjährige Anleihe. Als begleitende Banken sind UniCredit, Commerzbank, Deutsche Bank und Société Générale im Gespräch. Moody's könnte die Emission mit "Baa1" bewerten — solides Investment-Grade-Terrain. Offiziell äußerte sich Rheinmetall bislang nicht.
In der Vergangenheit hatte der Konzern auf Wandelanleihen und Schuldscheindarlehen gesetzt. Eine klassische öffentliche Bond-Emission blieb aus. Dass sie jetzt zurückkehrt, passt zum Wachstumstempo: Der Auftragsbestand inklusive Rahmenverträgen lag Ende März bei 73 Milliarden Euro — ein Jahr zuvor waren es noch 56 Milliarden Euro. Für 2026 stellt Rheinmetall einen Auftragseingang von rund 80 Milliarden Euro in Aussicht.
Barclays sieht Korrektur als übertrieben
Barclays hob seine Einstufung auf "Buy" an und behielt ein Kursziel von 2.035 Euro je Aktie bei. Die Bank wertet die negative Marktstimmung nach einem schwächeren ersten Quartal als übertrieben — zumal Rheinmetall die Jahresprognose bestätigt und auf ein deutlich stärkeres zweites Quartal hingewiesen hat.
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Als Argumente nennt Barclays den massiven Auftragsbestand, die starke Positionierung bei Munition und Militärfahrzeugen sowie sektorführende Margen. Das Kursziel von 2.035 Euro liegt dabei rund 68 Prozent über dem aktuellen Kurs von 1.212,80 Euro — die Aktie hat seit dem 52-Wochen-Hoch bei 1.995 Euro fast 40 Prozent verloren und notiert auch auf Jahressicht rund 24 Prozent im Minus.
Arminius: 22 Milliarden Euro warten
Im Hintergrund läuft ein potenziell historischer Auftrag. Die Bundeswehr beschafft unter dem Projektnamen "Arminius" bis zu 3.000 Boxer-Fahrzeuge im Gesamtwert von rund 40 Milliarden Euro. Auf Rheinmetall würden davon etwa 22 Milliarden Euro entfallen — der Konzern hält über seine Beteiligung an der ARTEC GmbH 64 Prozent am Herstellerkonsortium.
Ursprünglich für das erste oder zweite Quartal 2026 erwartet, rechnet CEO Armin Papperger nun frühestens im zweiten Halbjahr mit dem Vertragsschluss. Zwei wesentliche Fragen seien noch offen.
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Operative Basis hält
Die Quartalszahlen geben wenig Anlass zur Sorge. Der Umsatz stieg im ersten Quartal auf 1.938 Millionen Euro, der Nettogewinn kletterte auf 111 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr hält Rheinmetall an 40 bis 45 Prozent Umsatzwachstum und einer operativen Marge von rund 19 Prozent fest.
Das Arminius-Volumen würde die laufende Prognose bei Weitem übersteigen. Kommt der Vertrag noch in diesem Jahr, dürfte das die Bewertungsdebatte rund um die Aktie neu entfachen.
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