Rigetti Aktie: Fortschritte & AuftrÀge
08.03.2026 - 07:47:00 | boerse-global.deRigetti zeigt, worauf es in der Quantenwelt ankommt: bessere Hardware und erste greifbare AuftrĂ€ge. Der aktuelle Jahresbericht verbindet technische Messwerte mit neuen kommerziellen Zusagen â wĂ€hrend das GeschĂ€ftsmodell weiter hohe Verluste produziert. Wie belastbar ist dieser Mix aus Technologie-Update und Vertragserfolgen?
Hardware: PrĂ€zision als SchlĂŒsselmetrik
Im Zentrum des Updates stehen Fortschritte bei der sogenannten Gate-Fidelity â also der Genauigkeit, mit der Quantenoperationen ausgefĂŒhrt werden. Genau diese Kennzahl ist in der Branche ein Lackmustest: Denn je mehr Qubits ein System hat, desto schwerer ist es, eine hohe ZuverlĂ€ssigkeit zu halten.
Rigetti meldet auf Prototyp-Systemen eine Zwei-Qubit-Gate-Fidelity von 99,9% bei einer Gate-Zeit von 28 Nanosekunden. FĂŒr gröĂere Architekturen nennt das Unternehmen eine Median-Fidelity von 99,7% (9 Qubits), 99,6% (36 Qubits) und 99% (108 Qubits). Das Management betont, der strategische Fokus liege weiterhin darauf, ĂŒber solche Hardware-Verbesserungen eine âpraktischeâ QuantenĂŒberlegenheit zu erreichen.
Neue VertrÀge: On-Premise wird wichtiger
Parallel zur Technik gab es RĂŒckenwind aus dem Vertrieb: Zwei neue AuftrĂ€ge sollen die kommerzielle Pipeline stĂ€rken â mit Fokus auf On-Premise-Systeme, also Quantencomputer, die direkt beim Kunden betrieben werden.
Der gröĂere Vertrag kommt vom indischen Centre for Development of Advanced Computing (C-DAC): 8,4 Mio. US-Dollar fĂŒr die Lieferung eines 108-Qubit-Systems, geplant fĂŒr die zweite HĂ€lfte 2026. ZusĂ€tzlich nennt Rigetti einen weiteren Auftrag ĂŒber 5,7 Mio. US-Dollar von Novera. Zusammen unterstreichen die Deals die Strategie, sich stĂ€rker in Forschung und Entwicklung zu verankern, wo Quantenhardware in bestehende HPC- und Forschungsinfrastrukturen eingebettet werden soll.
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Zahlenwerk: Viel Cash, aber tiefrote Bilanz
Finanziell bleibt das Bild zweigeteilt. FĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2025 weist Rigetti 7,1 Mio. US-Dollar Umsatz aus, bei einem GAAP-Nettoverlust von 216,2 Mio. US-Dollar. Gleichzeitig lag der Cash-Bestand bei 589,8 Mio. US-Dollar zum Ende der Berichtsperiode â ein wichtiger Puffer in einem Feld, das weiterhin von hohen Investitionen und langen Entwicklungszyklen geprĂ€gt ist.
Am Markt spiegelt sich der Druck trotzdem in der lÀngerfristigen Kursentwicklung: Seit Jahresanfang liegt die Aktie bei -27,48% und notiert klar unter dem 50-Tage-Durchschnitt.
Im zweiten Halbjahr 2026 wird es dann konkret: Mit der geplanten Auslieferung des 108-Qubit-Systems an C-DAC rĂŒckt ein sichtbarer Meilenstein nĂ€her â und damit ein Termin, an dem sich Technikfortschritt und Kommerzialisierung erstmals an einem groĂen On-Premise-Projekt messen lassen.
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