Rio Tinto Aktie: Rekordzahlen und Simandou
26.01.2026 - 19:09:31Rio Tinto meldet gleich mehrere Weichenstellungen: Rekordproduktion im vierten Quartal 2025, die erste Eisenerz-Lieferung aus dem Großprojekt Simandou und dazu ein Umfeld möglicher Branchenkonsolidierung durch Sondierungen mit Glencore. Für Anleger stellt sich damit vor allem die Frage, wie stabil dieser Mix aus operativer Stärke und strategischen Projekten in das Jahr 2026 hinein trägt.
Rekordquartal bei Eisenerz und Kupfer
Am 21. Januar legte Rio Tinto die Produktionszahlen für das vierte Quartal 2025 vor und übertraf damit viele Analystenerwartungen.
- Eisenerzproduktion Pilbara Q4: 89,7 Mio. Tonnen
- Eisenerzverschiffungen Pilbara Q4: 91,3 Mio. Tonnen
- Kupferproduktion 2025 gesamt: +11 % auf 883.000 Tonnen
- Kupferproduktion Q4: 240.000 Tonnen (+18 % gegenüber Q3)
- Bauxitproduktion 2025: +6 % auf 62,4 Mio. Tonnen
Mit den hohen Pilbara-Mengen konnte das Unternehmen frühere witterungsbedingte Ausfälle ausgleichen und seine Jahresziele im Eisenerzgeschäft einhalten.
Im Kupfersegment trug vor allem die Hochlaufphase der untertägigen Oyu-Tolgoi-Mine in der Mongolei zum Wachstum bei. Der deutliche Anstieg im vierten Quartal unterstreicht die Dynamik im laufenden Produktionsaufbau.
Im Aluminium-Bereich meldete Rio Tinto ein Rekordjahr bei Bauxit. Der Zuwachs um 6 % auf 62,4 Mio. Tonnen wird vom Management als strukturelle Verbesserung der operativen Stabilität gewertet.
Simandou: Erste Lieferung nach China
Ein zentraler Meilenstein ist der Start der Eisenerzlieferungen aus Simandou in Guinea, der größten bekannten Lagerstätte für hochgradiges Eisenerz weltweit. Am 21. Januar bestätigte das Unternehmen die Ankunft der ersten Lieferung im chinesischen Hafen Rizhao.
Das Erz stammt vom Joint Venture SimFer, an dem die Regierung von Guinea, Rio Tinto und Chalco Iron Ore Holdings beteiligt sind. Die erste erfolgreiche Verschiffung ist ein wichtiger Nachweis für die komplexe Infrastruktur in Westafrika und legt die Basis für den geplanten Hochlauf des Projekts im Laufe des Jahres 2026.
Simandou gilt als potenziell bedeutende neue Quelle für hochwertiges Erz, das insbesondere für die Produktion von emissionsärmerem Stahl interessant ist. Damit erhält Rio Tinto neben Pilbara einen weiteren Hebel im Eisenerzgeschäft.
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Strategischer Rahmen: Glencore-Gespräche und BHP-Partnerschaft
Parallel zur operativen Stärke prägt eine mögliche Branchen-Transaktion das Bild. Mitte Januar wurde bestätigt, dass Rio Tinto und Glencore in ersten Gesprächen über eine mögliche Kombination stehen. Es liegt bislang kein bindendes Angebot vor, dennoch dominiert das Szenario eines potenziellen „Super-Majors“ die Diskussion im Sektor.
Daneben baut das Unternehmen seine Position in der Pilbara-Region durch eine Kooperation mit BHP aus. Am 15. Januar kündigten beide Konzerne an, gemeinsam bis zu 200 Mio. Tonnen Eisenerz aus benachbarten Lagerstätten zu fördern. Ziel ist es, den Wunbye-Bestand effizienter zu erschließen und bestehende Bahn- und Hafeninfrastruktur besser auszulasten.
Weitere strategische Partnerschaften umfassen unter anderem die Zusammenarbeit mit AWS im Bereich „Low-Carbon Copper“, die in der Marktübersicht zu den aktuellen Initiativen gezählt wird.
Ausblick 2026: Guidance bestätigt
Für das laufende Jahr hält Rio Tinto an seiner Prognose fest, die auf dem letzten Capital Markets Day präsentiert wurde. Erwartet werden für 2026:
- Eisenerzverschiffungen: 343–366 Mio. Tonnen
- Kupferproduktion: 800–870 Tausend Tonnen
- Aluminiumproduktion: 3,25–3,45 Mio. Tonnen
- Lithiumproduktion: 61–64 Tausend Tonnen
Als nächster größerer Termin stehen im Februar die Jahreszahlen an. Dann wird sich zeigen, wie sich die Rekordproduktion, der Simandou-Start und die neuen Partnerschaften im Zahlenwerk und im Ausblick auf Margen, Investitionen und Projektzeitpläne niederschlagen.
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