Rocket Lab: 2,2 Milliarden Aufträge verdoppelt
16.05.2026 - 06:14:54 | boerse-global.deRocket Lab hat in wenigen Tagen vom Raumfahrt-Spezialisten zur Hochwachstumsstory mit Bewertungsdruck gewechselt. Rekordumsatz, ein großer Launch-Auftrag und eine geplante Robotik-Übernahme treiben die Aktie. Der Markt preist nun ein, dass Rocket Lab den Sprung in größere Raketen und komplexere Raumfahrtsysteme schafft. Genau dort liegt das Risiko.
Rekordquartal treibt Erwartungen
Die Aktie beendete den Freitag bei 123,39 Dollar, trotz eines Tagesverlusts von 6,91 Prozent. Auf Monatssicht steht noch immer ein Plus von 67,65 Prozent.
Der Rücksetzer ändert wenig am Bild: Die Bewegung war zuvor extrem steil. Die Aktie notiert weit über wichtigen Durchschnittslinien, was die Erwartungen an die nächsten Meilensteine erhöht. Kein Wunder, dass nach solchen Daten jeder Termin stärker zählt.
Im Auftaktquartal erzielte Rocket Lab 200,3 Millionen Dollar Umsatz. Das lag 63,5 Prozent über Vorjahr und klar über dem Konsens von 190,9 Millionen Dollar.
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Der eigentliche Punkt ist nicht nur das Wachstum. Rocket Lab skaliert, ohne dass die Marge sichtbar bricht. Das macht die Zahlen für den Markt so wichtig.
Die Bruttomarge nach GAAP erreichte 38,2 Prozent, ein neuer Höchstwert. Der Verlust je Aktie lag bei 7 Cent und traf die Erwartungen. Das bereinigte EBITDA-Minus schrumpfte auf 11,75 Millionen Dollar.
Der Auftragsbestand liefert den zweiten Treiber. Er lag Anfang Mai bei 2,2 Milliarden Dollar und hat sich binnen Jahresfrist mehr als verdoppelt. Damit übertraf Rocket Lab auch die Markterwartungen.
Besonders stark lief das Launch-Geschäft. Im Quartal kamen 31 neue Electron- und HASTE-Verträge hinzu. Der Launch-Auftragsbestand umfasst nun mehr als 70 Missionen.
Motiv soll Lieferkette stärken
Strategisch passt dazu die geplante Übernahme von Motiv Space Systems. Rocket Lab hat eine verbindliche Vereinbarung unterzeichnet, den Spezialisten für Weltraumrobotik und Präzisionsmechanik zu kaufen.
Motiv bringt Technik mit, die bereits bei Mars- und Mondmissionen zum Einsatz kam. Für Rocket Lab zählt vor allem ein anderer Punkt: teure und knappe Komponenten sollen stärker ins eigene Haus rücken.
Der Abschluss wird für das zweite Quartal 2026 erwartet. Danach soll Motiv als Rocket Lab Robotics weiterlaufen, mit einem Team von rund 50 Ingenieuren und Technikern.
Neutron wird zum Prüfstein
Auch der Ausblick zieht an. Für das laufende Quartal stellt Rocket Lab 225 bis 240 Millionen Dollar Umsatz in Aussicht. Die Mitte der Spanne liegt rund 12 Prozent über dem bisherigen Konsens.
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Der strategische Hebel heißt Neutron. Der Erstflug bleibt für das Schlussquartal 2026 geplant. Erste Flughardware entsteht bereits in Virginia, auch das Archimedes-Triebwerk arbeitet sich Richtung Einsatzreife vor.
Kunden unterschreiben bereits vor dem Debüt. Im Auftaktquartal kamen fünf neue Neutron-Verträge hinzu. Pro Start peilt Rocket Lab 50 bis 55 Millionen Dollar an.
Analysten ziehen nach. Die Deutsche Bank hob ihr Kursziel auf 120 Dollar von zuvor 73 Dollar an. Clear Street startete die Beobachtung mit einem Ziel von 150 Dollar.
Die Bewertung lässt wenig Raum für Fehler. Rocket Lab handelt mit mehr als dem 108-Fachen des Umsatzes, gegenüber einem Fünfjahresschnitt von 14,6. Mehr als 2 Milliarden Dollar verfügbare Liquidität geben Zeit, aber der nächste harte Prüfpunkt ist klar: Neutron muss im Schlussquartal liefern.
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