Rohmilch-Trend alarmiert deutsche Gesundheitsexperten
26.01.2026 - 23:53:12Ein neuer Trend zum Konsum von Rohmilch bereitet deutschen Gesundheitsexperten große Sorgen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und das Robert Koch-Institut (RKI) warnen eindringlich vor den erheblichen Risiken durch unbehandelte Milch. Im Gegensatz zur pasteurisierten Supermarkt-Milch tötet keine Wärmebehandlung potenziell tödliche Keime ab.
Die unsichtbare Gefahr im Glas
Rohmilch kann eine Vielzahl gefährlicher Bakterien enthalten:
* Campylobacter und Salmonellen
* Listerien, besonders gefährlich für Schwangere
* EHEC-Stämme, die bei Kindern zu Nierenversagen führen können
Diese Erreger gelangen direkt vom Tier oder durch mangelnde Hygiene beim Melken in die Milch. Die Folgen einer Infektion reichen von schweren Magen-Darm-Beschwerden bis zu lebensbedrohlichen Komplikationen.
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Abkochen ist Pflicht – doch viele ignorieren es
Der Verkauf von Rohmilch ist in Deutschland streng geregelt. Landwirte dürfen sie nur als „Milch-ab-Hof“ mit einem klaren Warnhinweis anbieten: „Rohmilch, vor dem Verzehr abkochen“. Eine Ausnahme bildet die hochkontrollierte „Vorzugsmilch“. Trotz der Vorschrift zeigen Krankheitsausbrüche: Viele Verbraucher missachten die Abkoch-Empfehlung.
Hält Rohmilch, was ihre Fans versprechen?
Befürworter preisen Rohmilch als natürlicher und gesünder an. Sie soll Enzyme enthalten und sogar Allergien vorbeugen. Doch wissenschaftliche Belege für diese Behauptungen sind dünn. Weltgesundheitsorganisation (WHO) und nationale Experten halten die nachgewiesenen Infektionsrisiken für schwerwiegender als jeden möglichen Nutzen. Pasteurisierte Milch bietet bei vergleichbarem Nährwert deutlich mehr Sicherheit.
Der klare Appell der Fachleute
Angesichts des Trends und von Fehlinformationen in sozialen Medien fordern Experten mehr Aufklärung. Das BfR betont, die Risiken würden unterschätzt. Der einstimmige Rat lautet: Rohmilch vor dem Trinken immer auf über 70 Grad Celsius erhitzen. Risikogruppen wie Kleinkinder, Schwangere oder Immungeschwächte sollten ganz darauf verzichten.


