Rolls-Royce, Aktie

Rolls-Royce Aktie: Milliarden-Rückkauf läuft

20.04.2026 - 16:39:11 | boerse-global.de

Rolls-Royce profitiert von Rüstungsaufträgen und einem massiven Aktienrückkauf. Analysten bleiben optimistisch, obwohl das Papier mit einem hohen KGV gehandelt wird.

Rolls-Royce Aktie: Milliarden-Rückkauf läuft - Foto: über boerse-global.de
Rolls-Royce Aktie: Milliarden-Rückkauf läuft - Foto: über boerse-global.de

Bei Rolls-Royce treffen derzeit industrielle Volllast und eine ambitionierte Börsenbewertung aufeinander. Während die Rüstungssparte für das AUKUS-U-Boot-Programm massiv ausbaut, diskutieren Analysten über das hohe Kursniveau. Ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm sichert den Kurs derweil nach unten ab.

Rüstungssparte unter Volllast

Im Werk in Derby entstehen aktuell sieben Reaktoren parallel. Um die enorme Nachfrage aus Großbritannien und Australien zu bedienen, verdoppelt der Konzern seine Produktionsflächen. James Lowe, Direktor für Zukunftsprogramme, bestätigte kürzlich den Abschluss der kritischen Designprüfung für den neuen PWR3+-Reaktor. Damit steht das Fundament für die Serienfertigung. Das trilateral geschlossene AUKUS-Bündnis sieht vor, künftig alle 18 Monate ein neues U-Boot auszuliefern.

Trotz des Rüstungsbooms trägt die zivile Luftfahrt weiterhin die Hauptlast der Erwartungen. Der Umsatz im Verteidigungssektor wuchs zuletzt zwar um acht Prozent auf gut 4,7 Milliarden Pfund. Die Gewinne reichen aber nicht aus, um das Gesamtgeschäft allein zu stützen.

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Auf finanzieller Seite greift seit Anfang April ein Aktienrückkaufprogramm über 2,5 Milliarden Pfund. Diese Maßnahme zieht eine spürbare Untergrenze in den Markt. Analysten sehen darin einen wichtigen Puffer für die Aktie. Das Papier wird für 2026 mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 34 gehandelt — mehr als das Doppelte des britischen Marktdurchschnitts.

Analysten bleiben optimistisch

An der Börse zeigt sich ein robustes Bild. Die Aktie notiert aktuell bei 14,68 Euro und verbucht auf Monatssicht ein Plus von elf Prozent. Damit bewegt sich der Kurs nur knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 15,92 Euro.

Die Analystengemeinde stützt diese Entwicklung. Von 19 Experten raten 14 zum Kauf, Verkaufsempfehlungen fehlen komplett. Ein Großteil der Fantasie speist sich dabei aus dem Segment Power Systems. Dieser Bereich profitiert massiv vom Ausbau der Rechenzentren für Künstliche Intelligenz und wächst aktuell mit Raten von über 20 Prozent jährlich.

Am 30. April steht die Hauptversammlung an. Dort stimmen die Aktionäre über die finale Dividende ab, welche die Gesamtausschüttung für das abgelaufene Jahr auf 9,5 Pence je Aktie treibt. Fällt das Votum positiv aus, fließt das Geld am 3. Juni an die Anteilseigner.

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