ROUNDUPABB, RekordauftrÀge

RekordauftrÀge dank Rechenzentren - Investoren dennoch enttÀuscht

Veröffentlicht am: 20.10.2026 um 10:40 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
ABB CH0012221716 hat im dritten Quartal 2026 operativ weiter zugelegt.

Wie schon in den beiden ersten Quartalen stiegen Umsatz und Auftragseingang prozentual zweistellig, wobei letzterer nicht zuletzt wegen der Rechenzentren ĂŒberragte. Die Gewinnmarge verbesserte sich auf hohem Niveau noch einmal. Unter dem Strich ging das Ergebnis hingegen zurĂŒck. Umsatz und operatives Ergebnis lagen im Rahmen der Erwartungen.

Doch bei Anlegern kippte die KI-Euphorie. Der insbesondere aus Asien ĂŒberschwappende Verkaufsdruck bei den Technologieaktien dominierte im Handel die Gemengelage. Inflations- und Zinssorgen nach einem erneuten Anstieg beim Ölpreis hatten insbesondere in Korea im Halbleitersegment zu deutlichen Abgaben gefĂŒhrt. Das fĂ€rbte auch auf ABB ab.

Marktteilnehmer zeigten sich zudem auch etwas enttÀuscht. Die Aktie fiel in der Schweiz zwischenzeitlich um mehr als sechs Prozent und unterschritt erstmals seit April die Marke von 70 Franken. Damit notieren sie mittlerweile rund 21 Prozent unter ihrem Jahreshoch bei 89,14 Franken vom Juni. Mit einer Entwicklung von fast 20 Prozent plus seit Jahresbeginn notieren sie allerdings immer noch weit vorne in der SMI CH0009980894-Liste.

In diesem Sog verlor auch der in Teilen mit ABB konkurrierende Technologiekonzern Siemens DE0007236101 3,7 Prozent. Die ebenfalls im Dax DE0008469008 notierte Aktie von Siemens Energy DE000ENER6Y0 bĂŒĂŸte 2,8 Prozent ein.

So lobte Alasdair Leslie von Bernstein Research zwar das hohe Bestellwachstum, Umsatz und operatives Ergebnis hÀtten aber im Rahmen der Erwartungen gelegen. Auch die leichte Erhöhung der Prognose sei bereits in den Markterwartungen eingepreist. Die breitere, kurzfristige Nachfrage sei intakt, er wies jedoch auch darauf hin, dass der Bereich Automatisierung die Erwartungen beim Auftragseingang verfehlt habe. Die Analysten von Berenberg monierten zusÀtzlich, dass ABB beim Ergebnis je Aktie die Annahmen des Marktes verfehlt habe.

Der Umsatz im Quartal stieg um 14 Prozent auf 9,7 Milliarden US-Dollar (rund 8,6 Mrd Euro), wie das auf Elektrifizierung, Automation und Antriebstechnik spezialisierte Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Der Auftragseingang zog auf vergleichbarer Basis gar um 40 Prozent auf 12,06 Milliarden Dollar noch markanter an und erreichte damit ein neues Rekordniveau. Insgesamt sei die Entwicklung im dritten Quartal nach Plan verlaufen. Der Auftragseingang sei durch krÀftige ZuwÀchse in zwei der drei GeschÀftsbereiche und bei positiver Entwicklung in den meisten Kundensegmenten getrieben worden. Besonders hob sich dabei das Segment Rechenzentren hervor, wo der Bestellungseingang im dreistelligen Bereich in die Höhe schoss.

Der operative Gewinn nahm im Vergleich zum Umsatz leicht ĂŒberproportional zu, entsprechend verbesserte sich auch die ProfitabilitĂ€t. Die operative Marge auf das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf immaterielle VermögensgegenstĂ€nde (Ebita) lag 1,6 Prozentpunkte ĂŒber dem Vorjahreswert bei 20,8 Prozent und damit im oberen Bereich der Zielspanne von 18 bis 22 Prozent. Den Anstieg fĂŒhrte ABB auf Verbesserungen in zwei der drei GeschĂ€ftsbereiche, geringere Verluste im E-Mobility-GeschĂ€ft und niedrigere Aufwendungen.

Der Nettogewinn lag hingegen bei 1,18 Milliarden Dollar und damit um 2 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Die bisherigen Prognosen fĂŒr das Gesamtjahr 2026 wurden leicht nach oben angepasst. Neu peilt der Konzern ein vergleichbares Umsatzwachstum im unteren Bereich von 13 bis 19 Prozent (bisher: im niedrigen zweistelligen bis unteren Bereich von 13 bis 19 Prozent) an. Die operative Marge (Ebita) sollte sich im Vergleich zum Vorjahr um mindestens 2,7 Prozentpunkte erhöhen. Bisher wurde keine konkrete Zahl fĂŒr einen Anstieg genannt.

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de | DE0007236101 | ROUNDUPABB | boerse | 70370899 |