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Chinas Industriestimmung verbessert sich - Experte: 'fragiles Bild'

Veröffentlicht am: 31.08.2026 um 12:31 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
In China hat sich die Stimmung im verarbeitenden Gewerbe auch dank des KI-Booms erholt.

Ein am Montag von der Regierung veröffentlichter Indikator zur Stimmung der Einkaufsmanager ist gestiegen, deutet aber weiter auf ein Schrumpfen der wirtschaftlichen AktivitĂ€ten hin. Der staatliche Einkaufsmanagerindex (PMI) fĂŒr das produzierende Gewerbe legte im August im Vergleich zum Vormonat um 0,6 Punkte auf 49,8 ZĂ€hler zu.

Von Bloomberg befragte Experten hatten mit einer Verbesserung gerechnet, waren aber im Schnitt nur von einem Anstieg auf 49,5 Punkte ausgegangen. "Die Verbesserung im August war in erster Linie auf eine Erholung der Produktion und der AuftragseingĂ€nge zurĂŒckzufĂŒhren" sagte Analyst Henry Hao von der Commerzbank. Zudem sei die Produktion weniger durch Unwetter belastet worden als im Monat zuvor. Im Juli hĂ€tten Taifune und Überschwemmungen in den sĂŒdlichen Provinzen den Fabrikbetrieb und die Lieferketten stark beeintrĂ€chtigt.

Der FrĂŒhindikator bleibt weiter knapp unter der sogenannten Expansionsschwelle von 50 Punkten, ab der man von einer Ausweitung der AktivitĂ€t in den Betrieben ausgeht. Commerzbank-Experte Hao verwies auf die Stimmung in den Unternehmen aus dem Bereich Hightech-Fertigung. Diese habe sich zwar etwas eingetrĂŒbt, der Unterindikator liege aber weiter deutlich ĂŒber der Expansionsschwelle.

Die Hightech-Fertigung ist weiter "der Lichtblick" in Chinas Industriestimmung, auch wenn "die AuftrĂ€ge fĂŒr KI-Hardware und Elektronik erste Anzeichen einer AbkĂŒhlung zeigen", kommentierte Experte Hao. Zwar habe sich der Stimmungsindikator fĂŒr die Industriebetriebe insgesamt verbessert, dennoch zeige sich "im Branchenprofil fĂŒr August ein nach wie vor fragiles Bild".

Bei der Stimmung der Einkaufsmanager im Bereich Dienstleistungen zeigten die staatlichen Daten keine VerÀnderung. Hier verharrte der Einkaufsmanagerindex auf 49,0 Punkten, wÀhrend Analysten einen Anstieg auf 49,4 Punkte erwartet hatten.

Der staatlich erhobene Einkaufsmanagerindex erfasst hĂ€ufig grĂ¶ĂŸere und staatsnahe Betriebe. Nach EinschĂ€tzung von Experten des britischen Analysehauses Pantheon Macroeconomics wurde Chinas Bauwirtschaft im August durch ungĂŒnstige Wetterbedingungen belastet. Zudem seien die ReiseaktivitĂ€ten der Chinesen schwĂ€cher als gewöhnlich ausgefallen.

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