Ruhestand, Osten

Ruhestand im Osten: Weniger Eigentum und kleineres Einkommen

Veröffentlicht am: 01.09.2026 um 08:54 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

In den östlichen BundeslÀndern haben RuhestÀndler geringere Einkommen und leben seltener in der eigenen Immobilie als im Westen.

Das mittlere Haushaltseinkommen (Median) unterscheidet sich allerdings nur um 80 Euro, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Die Spanne reichte im vergangenen Jahr von 2.270 Euro im Osten bis 2.350 Euro im Westen.

Damit ist das mittlere Einkommen von Haushalten beschrieben, die ausschließlich aus Rentnern oder PensionĂ€ren ab 65 Jahren bestehen. Die HĂ€lfte der Haushalte hat geringere Einkommen, die andere HĂ€lfte höhere.

Renten und Pensionen wichtig

Den Angaben zufolge stammt mit 93 Prozent der grĂ¶ĂŸte Teil der Einkommen aus Renten und Pensionen. Im Osten machten diese Leistungen durchschnittlich 96 Prozent des Haushaltseinkommens aus, im Westen 92 Prozent. Hier kommen weitere Einkommen aus Vermietungen oder KapitalertrĂ€gen hinzu. Nur rund 1 Prozent der Einkommen bestreiten die Ă€lteren Menschen aus eigener ErwerbstĂ€tigkeit.

Ein bedeutsamer Unterschied ist die Wohnsituation: Im Westen lebt eine Mehrheit von 61 Prozent der RuhestĂ€ndler in der eigenen Immobilie und nur 39 Prozent mĂŒssen Miete zahlen. Im Osten ist das VerhĂ€ltnis mit 56 Prozent Mietern annĂ€hernd umgekehrt. Diese mĂŒssen aus ihrem Einkommen auch die Miete bestreiten.

Erhöhtes Armutsrisiko fĂŒr Alte

Zugleich blieb in Deutschland das relative Armutsrisiko im Ruhestand hoch. Nach den Daten waren 18,9 Prozent der Menschen ab 65 Jahren im Ruhestand armutsgefĂ€hrdet. In der Gesamtbevölkerung lag die Quote zuletzt bei 16,1 Prozent. Nach EU-Definition gilt eine Person als armutsgefĂ€hrdet, wenn sie ĂŒber weniger als 60 Prozent des mittleren Verdiensts aus der Gesamtbevölkerung verfĂŒgt.

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