Russische Hacker attackieren Signal- und WhatsApp-Nutzer
21.03.2026 - 00:39:25 | boerse-global.deRussische Staatshacker führen eine globale Phishing-Welle gegen Nutzer von Signal und WhatsApp. Sie zielen auf Regierungsmitarbeiter, Militärpersonal und Journalisten, um an sensible Informationen zu gelangen. Europäische Geheimdienste warnen vor den ausgeklügelten Methoden.
Niederländische Dienste machten Anfang März Russland offiziell als Urheber der Angriffe aus. Bereits im Februar warnten das deutsche BSI und der Verfassungsschutz vor einer ähnlichen Welle durch "wahrscheinlich staatlich gesteuerte Cyberakteure". Die Attacken konzentrieren sich auf Ziele in ganz Europa.
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Social Engineering statt Code-Knacken
Die Hacker versuchen nicht, die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zu brechen. Stattdessen nutzen sie raffinierte Social-Engineering-Methoden, um an Sicherheitscodes zu gelangen. Die Infrastruktur der Apps gilt weiterhin als sicher – das schwächste Glied ist der Mensch.
Eine gängige Masche: Die Angreifer geben sich als offizieller Support aus. Unter einem Vorwand wie einer angeblichen Sicherheitswarnung fordern sie den SMS-Verifizierungscode oder die PIN des Opfers. Mit diesen Daten übernehmen sie das Konto auf einem eigenen Gerät.
Eine zweite Methode missbraucht die Gerätekopplung. Opfer werden dazu verleitet, einen manipulierten QR-Code zu scannen. Dadurch wird das Hacker-Gerät unbemerkt mit dem Konto verknüpft. Die Angreifer können dann neue Nachrichten in Echtzeit mitlesen.
Gezielte Cyberspionage gegen den Westen
Während deutsche Behörden zunächst vage blieben, legen sich die Niederländer fest: Russische Staatshacker stecken dahinter. Ihr Ziel ist klassische Cyberspionage. Die übernommenen Konten bieten Einblick in vertrauliche Kommunikation von Politikern, Diplomaten und Militärs.
Ein erfolgreicher Zugriff kompromittiert oft ganze Netzwerke über Gruppenchats. Die strategische Bedeutung ist enorm: Abgefangene Nachrichten können für weitere Operationen, zur Netzwerkanalyse oder zur Erpressung genutzt werden. Selbst ein ehemaliger BND-Vizepräsident war bereits betroffen.
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Messenger als neues Schlachtfeld
Die Fokussierung auf Messenger markiert eine strategische Wende. Die Dienste sind zu zentralen Knotenpunkten geworden – auch für offizielle Kommunikation. Ihre starke Verschlüsselung macht sie zu einem lohnenden Ziel für Geheimdienste.
Experten sehen einen klaren Trend: Staatliche Akteure setzen vermehrt auf skalierbare Phishing-Angriffe statt teurer technischer Exploits. Diese sind kostengünstiger und oft ebenso effektiv. Die aktuelle Kampagne zeigt: Technischer Schutz allein reicht nicht aus.
So schützen Sie sich vor den Angriffen
Die Angriffe werden voraussichtlich zunehmen. Plattformen wie Meta führen bereits neue Warnfunktionen ein. Der wichtigste Schutz bleibt die Wachsamkeit der Nutzer.
- Misstrauen Sie unaufgeforderten Nachrichten: Geben Sie niemals Codes oder PINs preis – auch nicht an angeblichen Support.
- Überprüfen Sie gekoppelte Geräte: Prüfen Sie regelmäßig in den App-Einstellungen, ob alle verknüpften Geräte bekannt sind.
- Verifizieren Sie über anderen Kanal: Bei verdächtigen Nachrichten von Kontakten fragen Sie per Anruf oder anderer App nach.
Die effektivste Verteidigung gegen diese Angriffe ist Skepsis. Sie zielen auf die menschliche Psyche, nicht auf Software-Schwachstellen.
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