Moskau sieht sich fĂŒr Turbulenzen auf ĂlmĂ€rkten gerĂŒstet
26.03.2026 - 13:35:38 | dpa.de"Es ist offensichtlich, dass derzeit an den WeltmĂ€rkten ein Defizit an Ălprodukten herrscht", sagte Vizeregierungschef Alexander Nowak bei einer Sitzung des russischen Unternehmer- und Industriellenverbands. Benzin, Diesel und Co seien noch stĂ€rker im Preis gestiegen als Rohöl. Russland profitiere von der Lage.
Konnten russische Ălexporteure wegen der im Zuge des Ukraine-Kriegs erhobenen westlichen Sanktionen ihre Produkte im Ausland bislang nur mit Rabatt verkaufen, so ist dieser Abschlag laut Nowak nun deutlich geringer geworden. In einige Weltregionen werde russisches Ăl sogar mit einem Aufschlag verkauft, sagte er. Zugleich gab er sich optimistisch, dass Russland seine Förderung ausbauen könne. "Doch dafĂŒr sind Zeit, Investitionen und die Heranziehung von Kapital nötig", das sei ein lĂ€ngerer Prozess, schrĂ€nkte er ein.
Kremlbeamter: Europa wird um russische Energie betteln
Kirill Dmitrijew, der fĂŒr Wirtschaftsbeziehungen mit dem Ausland zustĂ€ndige Beauftragte von Kremlchef Wladimir Putin, zeichnete auf der gleichen Veranstaltung ein noch rosigeres Bild: "Russland befindet sich in der schlagkrĂ€ftigsten Position, weil wir nicht nur ein riesiger Produzent von Ăl und Gas, sondern auch von DĂŒngemitteln sind", sagte er. Weltweit stehe die gröĂte Krise bei den Preisen fĂŒr Treibstoff bevor. Seiner Prognose nach wird der Ălpreis auf 150 bis 200 US-Dollar steigen.
Dmitrijew erwartet, dass insbesondere Europa unter der Lage leiden werde, weil es auf russische Energie verzichtet hat. Dem Kontinent stehe eine gewaltige Deindustrialisierung bevor. "Europa und GroĂbritannien werden um russische EnergietrĂ€ger betteln", und Russland werde dann darĂŒber entscheiden, ob es seine Lieferungen wieder aufnehmen werde oder nicht, erklĂ€rte er.
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.

