Saab, Aktie

Saab Aktie: NATO-Auftrag über 4,5 Milliarden US-Dollar

Veröffentlicht: 09.07.2026 um 18:33 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Saab erhält NATO-Auftrag über 4,5 Milliarden Dollar für GlobalEye, die Aktie fällt dennoch um knapp vier Prozent im Zuge eines breiten Marktausverkaufs.

Saab trotz Milliarden-NATO-Auftrag: Aktie verliert deutlich
Eine abstrakte, atmosphärische Szene, die die Verteidigungsindustrie darstellt, mit einem Gefühl von strategischer Bedeutung und erheblichem finanziellem Wert. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Paradoxe Lage bei Saab: Der schwedische Rüstungskonzern holt einen milliardenschweren NATO-Auftrag, die Aktie fällt dennoch. Im Donnerstagshandel verlor das Papier 3,91 Prozent auf 29,21 US-Dollar. Ein Gewinn? Trotzdem rot.

NATO setzt auf GlobalEye

Das Bündnis hat sich entschieden: Saabs GlobalEye-System ersetzt die alternde Boeing-E-3-AWACS-Flotte. Bis zu zehn dieser Radarflugzeuge will die NATO beschaffen, die auf dem Bombardier Global 6500 Business Jet basieren. Ausgestattet mit Saabs Erieye-Radar erkennen sie Drohnen, Tarnkappenjets und ballistische Raketen.

Der Deal hat ein Volumen von rund 4,5 Milliarden US-Dollar. Ein einzelnes Flugzeug kostet 400 bis 450 Millionen US-Dollar.

Die formellen Verhandlungen laufen. Die Auslieferung beginnt 2030. Für die europäische Verteidigungspolitik ist das ein Wendepunkt: Erstmals seit über vierzig Jahren setzt die NATO bei der Luftaufklärung nicht mehr auf US-Technik.

Die Wahl fiel gegen Boeings E-7 Wedgetail. Ein klares Votum für Saab.

Analysten bleiben zuversichtlich

Die UBS passte am 9. Juli 2026 ihre Schätzung an. Das Kursziel senkte die Bank von 780 auf 760 SEK, behielt aber die Kaufempfehlung. Der Auftragsbestand von Saab liegt bei rund 200 Milliarden SEK. Analysten sehen darin eine stabile Basis.

Zudem profitiert Saab von den steigenden Verteidigungsausgaben der NATO-Staaten. Das Bündnis peilt bis 2030-2035 eine Quote von fünf Prozent des BIP an.

Marktumfeld drückt

Der Kursrutsch ist kein Saab-Problem. Die Märkte litten am Donnerstag unter der Eskalation im Nahen Osten. Europäische Indizes wie der STOXX 600 und der DAX gaben nach. Saab geriet in den Sog des breiten Ausverkaufs.

Parallel dazu vereinbarten Schweden und Deutschland in Ankara eine engere Zusammenarbeit bei der Luftverteidigung. Im Gespräch sind künftige Kampfflugzeuge und unbemannte Systeme von Saab.

Der Kurseinbruch ändert nichts an der langfristigen Perspektive. Der NATO-Auftrag sichert Saab über Jahre hohe Erlöse. Das Unternehmen festigt seine Position als Technologieführer bei Aufklärungssystemen. Kurzfristig zählt aber die Stimmung an den Märkten.

Anzeige

Saab-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Saab-Analyse vom 9. Juli liefert die Antwort:

Die neusten Saab-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Saab-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 9. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Saab: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | SE0000112385 | SAAB | boerse | 69733658 |