Saar-MinisterprÀsidentin Rehlinger sieht Erhöhung der Mehrwertsteuer kritisch
27.03.2026 - 09:47:53 | dpa.de"Ich habe dabei ein erhebliches StörgefĂŒhl. Das macht das Leben fĂŒr alle noch teurer als eh schon", sagte die SPD-Politikerin in einem Interview dem "Handelsblatt". Rehlinger ergĂ€nzte: "Ich bin eher dafĂŒr, bei der Einkommensteuer 95 Prozent der Steuerzahler zu entlasten, aber bei den absoluten Spitzenverdienern etwas mehr zu nehmen."
Dem Vernehmen nach hatte die Bundesregierung im Zuge der Reformdebatte den Effekt einer Mehrwertsteuererhöhung durchrechnen lassen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) schloss nicht aus, dass im Zusammenhang mit angestrebten Entlastungen von Arbeitnehmern und Unternehmen die Besteuerung geÀndert werden könnte.
Eine auch von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) vorgeschlagene Abschaffung des Ehegattensplittings hĂ€lt die saarlĂ€ndische Regierungschefin Rehlinger dagegen grundlegend fĂŒr sinnvoll: "Wichtig ist aber: Wer heute vom Ehegattensplitting profitiert, soll das auch behalten können."
Höhere Erbschaftsteuer?
Um die Einnahmen des Staates zu erhöhen, plĂ€dierte Rehlinger im "Handelsblatt" fĂŒr eine höhere Erbschaftsteuer: "Es ist nicht gerecht, dass jemand, der ein paar Hunderttausend erbt, prozentual deutlich mehr Steuern zahlt als jemand, der viele Millionen erbt. Daran etwas zu Ă€ndern, wĂ€re Steuerdurchsetzung, nicht Steuererhöhung."
Die SPD will am (heutigen) Freitag bei einer Konferenz ihr Reformprogramm fĂŒr die nĂ€chsten Monate abstecken.
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