Sachsens MinisterprÀsident stellt erneut Verbrenner-Aus 2035 infrage
10.10.2025 - 11:25:17Beim Autogipfel im Kanzleramt habe es niemanden gegeben, "der der Meinung ist, dass man 2035, so wie es jetzt festgelegt ist, beibehalten darf", sagte der CDU-Politiker MDR aktuell. "Es ist nicht erreichbar, 2025 vollelektrisch zu fahren. Und deswegen ist das Ergebnis des gestrigen Abends ganz klar: Hier muss nachgesteuert werden. Es braucht FlexibilitÀt."
Kretschmer betonte auĂerdem, dass nicht die Wirtschaft, sondern die Politik den Weg zur ElektromobilitĂ€t vorgegeben habe. "Diese ĂŒberzogenen Ziele, die schaden, die sorgen fĂŒr riesige Verunsicherung, und gerade im Bereich der Zulieferindustrie in SĂŒdwestsachsen sind die Sorgen sehr, sehr groĂ. Und deswegen bin ich froh, dass etwas mehr Vernunft, etwas mehr RealitĂ€tssinn gestern erreicht wurde."
Kretschmer: Wochenarbeitszeit muss erhöht werden
Zudem kritisierte der Regierungschef die Lohnkosten in den deutschen Autofabriken als zu hoch und forderte die RĂŒckkehr zu einer lĂ€ngeren Wochenarbeitszeit. "Schauen wir uns an, was das Zusammenbauen eines Fahrzeugs in Deutschland, in Polen, in Spanien oder in Mexiko kostet. Und wir stellen fest, wir sind nicht wettbewerbsfĂ€hig. Deswegen muss mit der Gewerkschaft gesprochen werden, muss mit den BetriebsrĂ€ten gesprochen werden, dass die Anzahl der Stunden, die wir in den Werken arbeiten, erhöht wird, dass die Effizienz erhöht", sagte Kretschmer.
"Die BeschĂ€ftigten der Zulieferindustrie sehen was in den Werken verdient wird, wie die Arbeitsbedingungen dort sind, vergleichen das mit ihren und sind dann wirklich in Ărger, weil sie sagen: Hier geht die Industrie weg in andere LĂ€nder, aber nicht wegen uns als Zulieferer, sondern weil man es wahrscheinlich in den Werken mit den TarifabschlĂŒssen ĂŒbertrieben hat."

