Salesforce, Aktie

Salesforce Aktie: SEB kauft 472.483 Aktien

Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 02:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Trotz Aktienrückgangs übertreffen Umsatz und Gewinn von Salesforce die Analystenerwartungen im ersten Quartal 2026.

Salesforce: Institutionelle Investoren mischen Portfolios neu auf
Abstrakte Darstellung von Technologieinvestitionen und Marktbewegungen, mit angedeuteten digitalen Schnittstellen und Datenflüssen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Im ersten Quartal 2026 zeigten sich deutliche Verschiebungen in den Portfolios großer Vermögensverwalter, während das Unternehmen gleichzeitig operative Kennzahlen vorlegte, die über den Erwartungen des Marktes lagen.

Umfangreiche Neuzugänge und strategische Verkäufe

Wie aus Meldungen von MarketBeat hervorgeht, haben mehrere Finanzinstitute ihre Positionen bei Salesforce neu bewertet. SEB Asset Management AB eröffnete im ersten Quartal 2026 eine neue Position und erwarb 472.483 Aktien im Wert von rund 88,2 Millionen US-Dollar. Auch Next Capital Management LLC und die Independent Financial Group LLC bauten neue Bestände auf, wobei Next Capital 11.350 Anteile im Gegenwert von etwa 2,12 Millionen US-Dollar zeichnete. Assetmark Inc. erhöhte seine bestehende Beteiligung um 4,5 Prozent auf nun 141.158 Aktien.

Auf der Verkäuferseite stand die AIA Group Ltd, die ihre Beteiligung um 24,7 Prozent auf 143.384 Aktien reduzierte. Eine wesentliche Änderung ergab sich bei der Schweizerischen Nationalbank: Die Zentralbank hat ihre Salesforce-Position im ersten Quartal 2026 vollständig liquidiert und den Wert aus dem Portfolio entfernt. Insgesamt verbleibt der Anteil institutioneller Investoren an Salesforce mit 80,43 Prozent auf einem hohen Niveau.

Operatives Wachstum übertrifft Markterwartungen

Parallel zu den Kapitalbewegungen veröffentlichte Salesforce Ergebnisse für das erste Quartal, die eine solide Wachstumsdynamik aufzeigen. Berichten von Transcript Daily zufolge steigerte das Unternehmen seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 13,3 Prozent auf 11,13 Milliarden US-Dollar. Damit übertraf der Konzern die Konsensschätzung von 11,05 Milliarden US-Dollar. Besonders deutlich fiel der Gewinn pro Aktie (EPS) aus: Mit 3,88 US-Dollar lag dieser signifikant über der Analystenprognose von 3,13 US-Dollar.

Für das Geschäftsjahr 2027 gab die Unternehmensführung eine Guidance für den Gewinn pro Aktie in einer Spanne von 14,06 bis 14,12 US-Dollar aus. Für das zweite Quartal 2027 wird ein EPS zwischen 3,25 und 3,27 US-Dollar erwartet. Zudem bestätigte das Unternehmen eine Quartalsdividende von 0,44 US-Dollar je Aktie, was einer jährlichen Ausschüttung von 1,76 US-Dollar entspricht.

Marktlage und Ausblick

Die Salesforce-Aktie verzeichnete seit Jahresbeginn einen Rückgang von 34,13 Prozent. Mit einem Schlusskurs von 149,36 € notiert der Wert aktuell unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 178,57 €, was die technische Herausforderung für den Titel unterstreicht. Analysten bewerten das Papier im Konsens dennoch weiterhin als „Moderate Buy“ und geben ein durchschnittliches Kursziel von 254,42 US-Dollar an.

Marktbeobachter werten die Stabilisierung bei Software-Unternehmen als Zeichen, dass die Sorge vor einem generellen Einbruch im Sektor der Software-as-a-Service-Anbieter (SaaS) nachlässt. Während einige Akteure wie der Investor Harry Stebbings laut Medienberichten verstärkt auf alternative KI-gestützte Lösungen setzen, bleibt der Fokus bei Salesforce auf der Skalierung der eigenen Cloud-Infrastruktur und der Integration von KI-Diensten, um die Effizienz für Unternehmenskunden zu steigern.

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