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Samsung setzt bei Smartwatches künftig auf Qualcomm

Veröffentlicht: 08.03.2026 um 10:00 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Samsung versorgt aktuelle Smartwatches mit einem umfangreichen Sicherheitspatch und kündigt für künftige Modelle den Wechsel von Exynos zu Qualcomms Snapdragon Wear Elite an.

Samsung setzt bei Smartwatches künftig auf Qualcomm Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de
Samsung setzt bei Smartwatches künftig auf Qualcomm Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Samsung startet eine große Software-Offensive für aktuelle Galaxy Watches und kündigt zugleich einen spektakulären chip-Wechsel an. Das Unternehmen sichert bestehende Geräte ab und bereitet einen Technologiesprung vor.

Sicherheits-Update erreicht Millionen Nutzer

Seit Anfang März erhalten Besitzer der Galaxy Watch 6, 7 und 8 weltweit ein umfangreiches Software-Update. Der eigentlich für Februar geplante Sicherheitspatch behebt 37 kritische Schwachstellen. Darunter sind 25 Sicherheitslücken im Wear OS-Betriebssystem von Google und zwölf Probleme in Samsungs eigener One UI-Oberfläche.

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Der Download umfasst je nach Modell 420 bis 430 Megabyte. Neben den Sicherheitsverbesserungen enthält das Update Stabilisierungs-Codes für zuverlässigeren Betrieb. Die Verzögerung des Patches führen Beobachter auf die parallele Einführung der Galaxy S26-Smartphones zurück.

Visuelle Verfeinerungen als Vorgeschmack

Obwohl Sicherheit im Vordergrund steht, gibt es auch optische Neuerungen. Besitzer der Galaxy Watch 6 berichten über einen aktualisierten Update-Bildschirm in One UI 8.5. Das dynamische Hintergrundbild deutet bereits das Design der kommenden Betriebssystem-Version an, die auf Android 17 basieren soll.

Nutzer installieren das Update über die Galaxy Wearable App auf ihrem Smartphone. Größere neue Funktionen enthält der Patch zwar nicht – doch die Optimierungen halten die Geräte auf aktuellem Stand.

Strategiewechsel: Aus für Exynos-Chips

Die eigentliche Überraschung kam während des Mobile World Congress Anfang März. Samsung bestätigt dort einen fundamentalen Strategiewechsel: Künftige Premium-Smartwatches werden nicht mehr mit hauseigenen Exynos-Prozessoren laufen, sondern mit Chips von Qualcomm.

InKang Song, Technologiechef von Samsungs MX-Sparte, gab die Umstellung bekannt. Demnach wird die nächste Galaxy-Watch-Generation mit der neuen Snapdragon Wear Elite-Plattform ausgestattet. Dieser Schritt markiert das Ende von Samsungs bisheriger Hardware-Integration – Performance und Effizienz gewinnen nun Vorrang.

Drei-Nanometer-Chip verspricht längere Laufzeit

Der Wechsel zu Qualcomm soll langjährige Kundenwünsche erfüllen. Der neue Drei-Nanometer-Chip wurde speziell für kompakte KI-fähige Wearables entwickelt. Qualcomm verspricht bis zu 30 Prozent längere Akkulaufzeit gegenüber Vorgänger-Chipsätzen.

Zudem bietet die Architektur deutlich schnellere Einzelkern-Leistung und verbesserte Grafikdarstellung. Besonders bemerkenswert: Eine dedizierte Neural Processing Unit ermöglicht die lokale Ausführung von KI-Modellen direkt auf der Uhr. Das könnte die Interaktion mit Sprachassistenten und Gesundheits-Apps revolutionieren – unabhängiger vom gekoppelten Smartphone.

Marktstrategie zwischen Pflege und Neuanfang

Die Doppelstrategie aus Software-Pflege und Hardware-Neustart zeigt Samsungs entschlossenes Vorgehen im Wearable-Markt. Analysten bewerten den Abschied von Exynos als wegweisende Entscheidung, die Qualcomms Führungsrolle in Wearable-Chips anerkennt.

Der aktuelle Software-Rollout demonstriert gleichzeitig die logistischen Herausforderungen großer Geräte-Ökosysteme. Die Standardisierung mit Qualcomm-Hardware könnte künftig Software-Entwicklung und Update-Zyklen beschleunigen – ein Vorteil für alle Wear OS-Nutzer.

Was kommt als Nächstes?

Samsung wird das Sicherheits-Update im März schrittweise auf LTE-Modelle und ältere Uhren wie die Galaxy Watch 5 und 4 ausweiten. Größere Funktions-Updates sind erst in der zweiten Jahreshälfte zu erwarten.

Der nächste Meilenstein steht im Juli an: Dann soll eine neue One UI Watch-Version zusammen mit der nächsten Galaxy-Watch-Generation erscheinen. Die Integration von Qualcomms Drei-Nanometer-Architektur könnte neue Maßstäbe bei Akkulaufzeit und KI-Fähigkeiten setzen – und damit die Erwartungen an Smartwatches grundlegend verändern.

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