SanDisk: 13,39-Prozent-Crash auf 970 Euro
Veröffentlicht am: 29.07.2026 um 06:57 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein Börsengang in Shanghai reißt SanDisk in die Tiefe. Die Aktie fiel am Dienstag um 13,39 Prozent auf 970,00 Euro. Binnen einer Woche summiert sich der Verlust auf über 30 Prozent.
Auslöser ist das Debüt von ChangXin Memory Technologies (CXMT) am Shanghai STAR Market. Der chinesische Speicherchip-Hersteller sammelte bei seinem Börsengang rund 8,6 Milliarden Dollar ein — einer der größten Halbleiter-Listings der vergangenen Jahre. Am ersten Handelstag schoss die CXMT-Aktie um 466 Prozent nach oben, die Marktbewertung kletterte auf etwa 487 Milliarden Dollar.
Warum ein DRAM-Hersteller SanDisk trifft
CXMT stellt vor allem DRAM-Speicher her, SanDisk dagegen ist auf NAND-Flash und Enterprise-SSDs spezialisiert. Zwei unterschiedliche Marktsegmente also. Investoren preisen dennoch eine Gefahr für den gesamten Sektor ein.
Die Sorge: Mit dem frischen Kapital aus dem Börsengang könnten chinesische Hersteller aggressiv ins NAND-Geschäft vordringen. Das Ergebnis wäre ein Überangebot, das die Preise für Hochleistungsspeicher drückt. Genau diese Speicherchips bilden derzeit das Rückgrat des KI-Booms — Rechenzentren für künstliche Intelligenz benötigen enterprise-taugliche NAND-Lösungen in großem Stil.
Charttechnik zeigt Ausmaß der Korrektur
Der Absturz kommt nach einem fulminanten Anstieg. Erst im Juni 2026 hatte SanDisk mit 2.060,00 Euro ein 52-Wochen-Hoch markiert. Seither hat die Aktie 52,91 Prozent ihres Werts verloren.
Am Dienstag streifte der Kurs kurzzeitig ein neues Jahrestief bei 920,00 Euro, bevor er sich knapp darüber stabilisierte. Der Bruch der psychologisch wichtigen 1.000-Euro-Marke hat den Verkaufsdruck zusätzlich beschleunigt — solche runden Marken lösen bei fallenden Kursen oft automatisierte Verkaufssignale aus. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität ist auf 152,07 Prozent gestiegen, ein Wert, der das aktuelle Risiko im Papier deutlich unterstreicht.
Der Blick richtet sich auf die Zahlen im August
Nicht alle Marktbeobachter teilen die Panik in vollem Umfang. Einige verweisen auf einen fundamentalen Unterschied zwischen DRAM- und NAND-Produktion. SanDisk arbeitet mit einer vertikal integrierten Fertigung, die als besonders effizient gilt.
Ob der Konzern seine Margen gegen die neue Konkurrenz verteidigen kann, entscheidet über die langfristige Bewertung. Die Antwort darauf könnten die Quartalszahlen liefern, die SanDisk für August 2026 angekündigt hat. Anleger erwarten dort vor allem eine aktualisierte Prognose zur Nachfrage nach Enterprise-SSDs — und erste Hinweise darauf, ob sich das NAND-Preisniveau gegen den Druck aus Asien halten lässt.
SANDISK-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SANDISK-Analyse vom 29. Juli liefert die Antwort:
Die neusten SANDISK-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SANDISK-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
SANDISK: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.
