Schlimme BrÀnde in Griechenland - und jetzt auch in den USA
Veröffentlicht am: 03.08.2026 um 13:45 Uhr | dpa.deAuch im Nordwesten der USA haben Feuer immense SchĂ€den angerichtet: Dort wĂŒten drei gewaltige BrĂ€nde rund um die Stadt Spokane. Die Behörden sprechen von der schlimmsten Naturkatastrophe in der Geschichte der Region. In Frankreich und Spanien hingegen ist die Lage momentan weitgehend unter Kontrolle.
Griechenland
Die Wald- und BuschbrÀnde westlich von Athen toben weiter. Die Feuerwehr konzentriert sich auf zwei Fronten, die eine liegt im Gebiet der Ortschaft Agios Nektario im Kithairon-Gebirge, die andere nordwestlich der Stadt Megara mit gut 36.000 Einwohnern, wo der Wind immer wieder Glutnester zu BrÀnden anheizt. Es weht zwar nicht mehr so ein heftiger Wind wie am Wochenende, doch die Waldbrandgefahr bleibt laut Zivilschutz sehr hoch.
Unterdessen laufen die Untersuchungen zur Kollision zweier Löschhubschrauber, bei der am Sonntag ein Pilot und ein Copilot ums Leben gekommen waren. Mit diesem Unfall stieg die Zahl der Toten bei diesem Ausbruch auf fĂŒnf - bereits vergangene Woche waren drei Feuerwehrleute gestorben.
In Regionen, wo BrĂ€nde gelöscht sind, wird damit begonnen, die SchĂ€den zu erheben und die verbrannten HĂ€user zu begutachten, damit die betroffenen Menschen finanzielle UnterstĂŒtzung erhalten. Medienberichten zufolge geht die Zahl der zerstörten HĂ€user in die Hunderte. Insgesamt sollen in der Region rund 10.000 Hektar FlĂ€che verbrannt sein; zahllose Nutz- und Wildtiere verendeten.
Bundesstaat Washington, USA
Im Bundesstaat Washington im Nordwesten der USA haben drei BrĂ€nde Behördenangaben zufolge mehr als 600 HĂ€user und andere GebĂ€ude zerstört. Die Feuer seien die "schlimmste Naturkatastrophe, die unsere Region je erlebt hat", sagte die BĂŒrgermeisterin der Stadt Spokane, Lisa Brown, auf einer Pressekonferenz.
Verletzte oder Tote seien bislang nicht gemeldet worden, hieĂ es. Angesichts des AusmaĂes der BrĂ€nde könne sich das jedoch Ă€ndern, sagte Washingtons Gouverneur Bob Ferguson. In den vergangenen Tagen waren rund um die Stadt im Osten des Bundesstaates aus bislang ungeklĂ€rter Ursache drei groĂe BrĂ€nde ausgebrochen. Betroffen ist nach Daten der gemeinnĂŒtzigen Warn- und Karten-App Watch Duty eine FlĂ€che von mehr als 32 Quadratkilometern.
Ăber 900 EinsatzkrĂ€fte kĂ€mpften nach Angaben der Behörden zufolge am Sonntag gegen die BrĂ€nde. FĂŒr Tausende Menschen in und um Spokane galten Evakuierungsanordnungen. Spokane zĂ€hlte laut US-Zensus im Jahr 2025 fast 231.000 Einwohner.
Der Bundesstaat Washington liegt an der Grenze zu Kanada. Behördenangaben zufolge sind in diesem Bundesstaat derzeit mindestens 15 gröĂere WaldbrĂ€nde auf einer FlĂ€che von mehr als 1.000 Quadratkilometern aktiv. Es handle sich um eine "auĂergewöhnliche" Waldbrandsaison, hieĂ es.
Frankreich
In Frankreich herrscht zwar in vielen Regionen weiterhin eine hohe Waldbrandgefahr, die meisten der zuletzt tobenden BrÀnde sind inzwischen aber unter Kontrolle. Die Lage gilt als stabil. Die Feuerwehr ist dennoch mit umfangreichen KrÀften weiter damit beschÀftigt, letzte Brandherde abzulöschen und ein Wiederaufflammen der Feuer zu verhindern.
An der AtlantikkĂŒste bei Bordeaux, wo der in dieser Saison bislang schlimmste Brand gewĂŒtet hatte, kehren die Bewohner weiterer evakuierter Orte nach Hause zurĂŒck. Einige Menschen aus dem Ort Le Porge mĂŒssen aber noch in ihren Ausweichquartieren ausharren: In diesem Ort war wĂ€hrend des Brandes im Boden vergrabene Munition aus dem Zweiten Weltkrieg explodiert. Der KampfmittelrĂ€umdienst sucht noch das GelĂ€nde ab, bevor die Menschen in ihre HĂ€user zurĂŒckkehren dĂŒrfen.
Spanien
Im Vergleich zu den vergangenen Wochen hat sich die Lage in Spanien weiter entspannt. Nach Angaben des Waldbrandportals "Incendios Forestales" waren am Montag landesweit noch 33 ĂŒberwiegend kleinere Wald- und VegetationsbrĂ€nde aktiv - zehn weniger als am Vortag. Die meisten davon wurden aus den Regionen Kastilien und LeĂłn, Katalonien, Valencia und Kastilien-La Mancha gemeldet.
Die GroĂbrĂ€nde rund um die Hauptstadt Madrid, welche die Feuerwehr des beliebten Urlaubslandes Ende Juli tagelang in Atem gehalten hatten, lodern zum Teil noch weiter, sind aber unter Kontrolle. Eine weitere gute Nachricht: Dank des Endes der vierten Hitzewelle dieses Sommers ist die Waldbrandgefahr in Spanien landesweit zurĂŒckgegangen, wie der Wetterdienst Aemet mitteilte.
