Schnelligkeits-Training, Demenzrisiko

Schnelligkeits-Training senkt Demenzrisiko um 25 Prozent

10.02.2026 - 17:55:12

Eine über 20 Jahre laufende Studie zeigt, dass gezieltes Training der Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit das Demenzrisiko um bis zu 29 Prozent reduzieren kann.

Eine Langzeitstudie liefert bahnbrechende Ergebnisse: Ein spezielles Gehirntraining kann das Demenzrisiko bei älteren Erwachsenen deutlich reduzieren. Die über 20 Jahre laufende ACTIVE-Studie zeigt, dass ein Training der Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit das Risiko um ein Viertel senkte.

Veröffentlicht wurden die Daten im Fachjournal Alzheimer’s & Dementia. Sie stammen aus einer der größten und längsten Untersuchungen ihrer Art.

So funktioniert das erfolgreiche Gehirntraining

Fast 3.000 gesunde Teilnehmer ab 65 Jahren nahmen an der Studie teil. Sie wurden in vier Gruppen eingeteilt:
* Eine Gruppe trainierte das Gedächtnis.
* Eine zweite übte schlussfolgerndes Denken.
* Die dritte Gruppe absolvierte das Schnelligkeits-Training (Speed of Processing).
* Eine Kontrollgruppe machte kein Training.

Das erfolgreiche Schnelligkeits-Training ist computerbasiert. Die Teilnehmer müssen dabei Objekte in ihrem Sichtfeld schnell identifizieren und auf komplexere Aufgaben reagieren – und das unter stetig steigendem Zeitdruck. Es trainiert also grundlegende Fähigkeiten wie geteilte Aufmerksamkeit und visuelles Suchen.

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Booster-Sitzungen sind der Schlüssel zum Erfolg

Die beeindruckende Wirkung zeigte sich erst im Langzeitverlauf. Nach 20 Jahren analysierten die Forscher die Daten. Das Ergebnis: Nur die Schnelligkeits-Gruppe wies ein signifikant geringeres Demenzrisiko auf.

Der entscheidende Faktor waren Auffrischungseinheiten. Teilnehmer, die nach dem Initialtraining von fünf bis sechs Wochen zusätzliche „Booster“-Sitzungen nach einem und drei Jahren erhielten, hatten ein um 29 Prozent geringeres Risiko für eine Demenzdiagnose im Vergleich zur Kontrollgruppe. Insgesamt waren es maximal 18 Trainingseinheiten über drei Jahre.

Ohne diese Auffrischungen blieb der schützende Effekt aus. „Dass eine so moderate Intervention zwei Jahrzehnte später noch messbar schützt, ist bemerkenswert“, so die Studienautoren.

Studie könnte Demenz-Prävention verändern

Die ACTIVE-Studie ist eine der ersten großen Untersuchungen, die einen präventiven Effekt einer nicht-medikamentösen Intervention auf Demenz nachweist. Frühere Auswertungen hatten bereits gezeigt, dass das Training die Bewältigung von Alltagsaufgaben bis zu zehn Jahre lang verbessern kann.

Experten wie Studienautorin Marilyn Albert von der Johns Hopkins Medicine betonen die Bedeutung: Selbst eine kleine Verzögerung des Demenzbeginns hätte enorme Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit und die Kosten im System.

Während Gedächtnis- und Logiktraining ebenfalls kurzfristige Verbesserungen brachten, blieben sie in der Langzeitprävention hinter dem Schnelligkeits-Training zurück. Dies legt nahe, dass die Stärkung dieser grundlegenden Gehirnfunktion einen besonderen Schutz bietet.

Gehirntraining als Teil der Gesundheitsvorsorge

Die Ergebnisse könnten den Blick auf Demenzprävention grundlegend verändern. Statt sich nur auf Medikamente zu konzentrieren, rückt die „mentale Fitness“ in den Fokus. Die Entwicklung zugänglicher Trainings-Apps für Tablet oder Smartphone wird als nächster wichtiger Schritt gesehen.

Die größten Vorteile verspricht wahrscheinlich die Kombination: Kognitives Training plus Bewegung, gesunde Ernährung und soziale Aktivitäten. Die Forschung wird nun die genauen Mechanismen hinter dem Erfolg entschlüsseln. Klar ist schon jetzt: Gezieltes Schnelligkeits-Training ist eine wissenschaftlich fundierte Strategie für ein gesundes Gehirn im Alter.

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