Schroders: £1,1 Milliarden Abflüsse im Q1
06.05.2026 - 19:06:51 | boerse-global.deDer britische Vermögensverwalter Schroders zieht die Zügel an. Trotz eines Kursplus von fast 42 Prozent seit Jahresbeginn blickt das Haus deutlich vorsichtiger auf die kommenden Monate. Steigende geopolitische Risiken und eine Kehrtwende bei den Zinserwartungen zwingen die Strategen zum Umdenken.
Geopolitik und Zinsangst belasten Ausblick
Schroders stuft die Einschätzung für globale Aktien auf „Neutral“ herab. Grund dafür ist vor allem der anhaltende Konflikt im Nahen Osten, der die Energiekosten antreibt und die Unternehmensgewinne belasten könnte. Während Anleger zu Jahresbeginn noch fest mit Zinssenkungen rechneten, rücken nun sogar mögliche Erhöhungen in den Fokus der Marktteilnehmer.
Um die Portfolios abzusichern, erhöht das Team die Bestände an Barmitteln und Gold. Das Edelmetall gilt den Experten derzeit als bessere Verteidigung als Staatsanleihen, da die langfristige Schuldentragfähigkeit vieler Nationen Sorgen bereitet. Parallel dazu setzt Schroders verstärkt auf den japanischen Yen und Schwellenländeranleihen in Lokalwährung.
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Innerhalb des Aktiensegments bleiben US-Titel und Technologiewerte zwar Favoriten, zur Diversifikation rücken jedoch rohstoffreiche Märkte auf. Seit April bevorzugt das Haus britische und kanadische Aktien, die von ihrer hohen Gewichtung im Energiesektor profitieren. Indes hat sich die Sicht auf den US-Dollar von optimistisch zu pessimistisch gewandelt.
Mittelabflüsse im ersten Quartal
Die strategische Neuausrichtung erfolgt vor dem Hintergrund eines durchwachsenen Jahresstarts. Im ersten Quartal 2026 verzeichnete Schroders Nettoabflüsse von 1,1 Milliarden Pfund. Besonders im März drehte die Stimmung der Kunden spürbar, als die geopolitischen Spannungen eskalierten und die Nachfragetrends umkehrten.
Das verwaltete Vermögen sank zum Ende des Berichtszeitraums auf 814,4 Milliarden Pfund—ein Rückgang gegenüber den 823,7 Milliarden Pfund zum Jahreswechsel. Während die Sparte Schroders Capital noch leichte Zuflüsse generierte, belastete das Geschäft mit öffentlichen Märkten die Bilanz mit einem Minus von 2,8 Milliarden Pfund.
Die Aktie notiert aktuell bei 6,79 Euro und damit nur knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 6,83 Euro. Ob die defensive Umschichtung ausreicht, um die jüngsten Mittelabflüsse zu stoppen, wird maßgeblich von der weiteren Entwicklung der globalen Energiepreise abhängen.
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