Schulgesundheitsfachkräfte: Anker in der Krise der Jugendpsyche
23.01.2026 - 22:14:12Schulgesundheitsfachkräfte werden zum Schlüssel im Kampf gegen psychische Belastungen bei Kindern. Experten fordern ihre bundesweite Verankerung, denn Modellprojekte zeigen: Sie entlasten Schulen, Eltern und das Gesundheitssystem.
Die erste Anlaufstelle im Schulalltag
Die psychosoziale Belastung von Kindern und Jugendlichen in Deutschland nimmt weiter zu. Chronische Erkrankungen, Entwicklungsverzögerungen sowie Angststörungen und Depressionen häufen sich. Fachleute machen globale Krisen, Leistungsdruck und soziale Herausforderungen dafür verantwortlich.
In dieser angespannten Lage agieren Schulgesundheitsfachkräfte (SGFK) als unverzichtbare Schnittstelle. Die examinierten Pflegekräfte mit schulspezifischer Weiterbildung sind oft die erste Anlaufstelle bei unspezifischen Beschwerden wie Kopf- oder Bauchschmerzen – die nicht selten psychische Ursachen haben.
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Eine aktuelle Datenauswertung aus Brandenburg unterstreicht das: Von April 2024 bis April 2025 waren psychosoziale Problemlagen und ein hoher Gesprächsbedarf zentrale Gründe für Schülerkontakte.
Mehr als nur Pflaster kleben
Das Aufgabenspektrum der Fachkräfte ist breit:
* Psychosoziale Stabilisierung und Gesundheitsförderung
* Früherkennung von Problemen, bevor sie zu ernsthaften Erkrankungen werden
* Koordinierende Schnittstellenarbeit zwischen Schule, Elternhaus und externem Versorgungsnetz
Die niedrigschwellige Präsenz im Schulalltag zeigt Wirkung: In über 85 Prozent der Fälle können Kinder nach einer Intervention direkt in den Unterricht zurückkehren. Das sichert die Bildungsteilhabe und entlastet gleichzeitig die pädiatrische Notfallversorgung.
Erfolge da, Finanzierung fehlt
Modellprojekte in Brandenburg, Hessen und Hamburg haben die positiven Effekte eindrucksvoll belegt. Evaluationen zeigen eine spürbare Entlastung der Lehrkräfte und messbare Verbesserungen der Schülergesundheit. Die wissenschaftliche Begleitung attestiert höhere Bildungsgerechtigkeit und gestärkte soziale Teilhabe.
Doch trotz dieser Erfolge und breiter Zustimmung von Ärzteverbänden sowie Eltern- und Schülervertretungen fehlt eine nachhaltige, bundesweite Struktur. Die Finanzierung hängt oft an kurzfristigen Projektgeldern oder kommunalen Entscheidungen. Experten fordern daher eine gesetzliche Verankerung und klare Zuständigkeiten zwischen Gesundheits- und Bildungssystem.
Politik am Zug
Die Debatte hat Fahrt aufgenommen. Auf Fachtagungen wie zuletzt an der Evangelischen Hochschule Darmstadt herrscht Konsens: Die Modellphase ist beendet, die Wirksamkeit bewiesen. Jetzt muss die Politik handeln.
Für eine flächendeckende Umsetzung braucht es klare Rahmenbedingungen für Qualifizierung, Anbindung und eine gesicherte Finanzierung. Die anstehenden Diskussionen um den Ganztagsanspruch ab 2026 könnten ein entscheidendes Zeitfenster bieten. Die Integration der Schulgesundheitsfachkräfte ist längst keine Option mehr, sondern eine strategische Investition in die Gesundheit der nächsten Generation.
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