ROUNDUP, Raketenangriff

Schwerer russischer Raketenangriff auf Kiew

Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 10:06 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

KIEW - Russland hat die Ukraine nach einigen NĂ€chten Pause wieder mit ballistischen Raketen beschossen.

(Neu: Opferzahlen und SchĂ€den in Kiew aktualisiert, Äußerung von PrĂ€sident Selenskyj)

KIEW (dpa-AFX) - Russland hat die Ukraine nach einigen NĂ€chten Pause wieder mit ballistischen Raketen beschossen. Gegen die Hauptstadt Kiew wurden nach Angaben militĂ€rnaher TelegramkanĂ€le bis zu sechs umfunktionierte Anti-Schiffs-Raketen vom Typ Zirkon eingesetzt. Ein dpa-Reporter hörte mehrere schwere Explosionen in der Stadt. Mindestens 18 Menschen wurden verletzt, schrieb BĂŒrgermeister Vitali Klitschko auf der Plattform Telegram. Seinen Angaben nach waren unter den Verletzten auch ein zehnjĂ€hriges und ein zwölfjĂ€hriges Kind.

Klitschko zufolge gab es SchĂ€den unter anderem an BĂŒrogebĂ€uden, einem Lager und mehreren WohnhĂ€usern. In mehreren Stadtteilen gab es demnach infolge des Angriffs Probleme mit dem Wasserdruck. Bei einem erneuten Drohneneinschlag sei es zu einem Brand an einem VerwaltungsgebĂ€ude gekommen, schrieb Klitschko am Morgen.

Der ukrainische PrÀsident Wolodymyr Selenskyj schrieb in sozialen Medien von einem russischen Angriff mit ballistischen Raketen, Raketen anderen Typs und Drohnen. Einmal mehr sei die zivile Infrastruktur angegriffen worden. In den Gebieten Sumy und Odessa sei Energieinfrastruktur beschÀdigt worden, in Kiew und Odessa WohnhÀuser. Selenskyj schrieb von mehr als zehn Verletzten, aus acht Regionen seien SchÀden gemeldet worden.

SchÀden in Russland

Ihrerseits griff die Ukraine laut Berichten von TelegramkanĂ€len Ziele in Russland mit Kampfdrohnen an. Dazu zĂ€hlten die Stadt Rostow am Don im SĂŒden des Landes sowie die Stadt Jaroslawl nordöstlich von Moskau. Mehrere russische FlughĂ€fen mussten den Betrieb zeitweise einschrĂ€nken, wie die Luftfahrtbehörde Rosawiazija mitteilte.

Der Gouverneur des Gebiets Jaroslawl, Michail Jewrajew, teilte bei Telegram mit, dass es SchĂ€den an einer Raffinerie gebe und ein Feuer ausgebrochen sei, das aber gelöscht worden sei. Er sprach von einem großen Angriff, bei dem 65 Drohnen abgewehrt worden seien. Tote oder Verletzte gibt es demnach nicht.

Der Gouverneur des Gebiets Rostow, Juri Sljussar, schrieb bei Telegram von einem massiven Luftangriff. Ein Feuer sei ausgebrochen, aber gelöscht worden, schrieb er, ohne Details zu nennen. In mehreren Teilen der Gebietshauptstadt sei die Stromversorgung unterbrochen worden, es gebe auch SchĂ€den an WohnhĂ€usern durch herabgestĂŒrzte DrohnentrĂŒmmer.

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