Schwesig, PlÀne

Schwesig kritisiert PlÀne zu Kinderkrankengeld

Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 11:03 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Mecklenburg-Vorpommerns MinisterprÀsidentin Manuela Schwesig hat die mögliche Reduzierung von Kinderkrankengeldtagen kritisiert.

"Das geht gar nicht", sagte die SPD-Politikerin am Rande der Bundesratssitzung in Berlin. Die SPD habe bei der Gesundheitsreform ganz klar verhandelt, dass es bei den Kinderkrankentagen bleibe, betonte Schwesig. "Wir mĂŒssen die Familien in Deutschland stĂ€rken, wir mĂŒssen sie unterstĂŒtzen."

Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann hatte sich gegen eine erneute VerlĂ€ngerung der Zeitspanne ausgesprochen, in der Eltern Anspruch auf Kinderkrankengeld haben. "Das ist eine Regel, die wir eingefĂŒhrt haben wĂ€hrend Corona", hatte der CDU-Politiker in der Regierungsbefragung im Bundestag in dieser Woche gesagt. Er fĂŒgte hinzu, dass die Politik gut daran tue, "dass Sonderregeln, die es zu Corona gab, wieder zurĂŒckgenommen werden".

FĂŒr dieses Jahr gilt nach einer gesetzlichen Festlegung noch eine VerlĂ€ngerung - nĂ€mlich pro Kind und Elternteil von 15 Tagen und fĂŒr Alleinerziehende von 30 Tagen. Nach Ende von Sonderregelungen in der Corona-Krise war die lĂ€ngere Spanne von 15 Tagen bereits fĂŒr 2024 und 2025 per Gesetz fortgeschrieben worden. Zuvor waren es 10 Kinderkrankentage pro Jahr und Elternteil gewesen.

Anspruch bei Kindern unter zwölf Jahren

Gesetzlich versicherte Eltern können Krankengeld beantragen, wenn ein Kind unter zwölf Jahren krank ist und sie deswegen nicht zur Arbeit gehen können. Die Krankenkasse ĂŒbernimmt dann einen Großteil des Verdienstausfalls und zahlt Kinderkrankengeld - in der Regel 90 Prozent des Nettoverdienstes.

Linnemann wandte sich gegen Kritik, als sollten die Kinderkrankentage ganz abgeschafft werden. "Es werden 10 Tage sein, mal zwei sind 20 Tage im Jahr. Und das hatten wir auch in den ganzen Jahren vor Corona."

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