SeehÀfen unterbreiten Hafenarbeitern neues Angebot
Veröffentlicht am: 10.09.2026 um 15:23 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDas teilten der ZDS und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) mit. Nach EinschĂ€tzung der Gewerkschaft stellt das Angebot aus der vierten Verhandlungsrunde, die am Mittwochabend in Hamburg beendet worden ist, eine geringfĂŒgige Verbesserung dar. Verdi will mit den BeschĂ€ftigten bis Montag ĂŒber das Angebot beratschlagen.
Die Tarifverhandlungen hatten im Juli in Bremen begonnen. Die GesprÀche betreffen rund 11.000 BeschÀftigte in den SeehÀfen Hamburg, Bremerhaven, Bremen, Wilhelmshaven, Brake und Emden. Ein voriges Angebot der Arbeitgeber hatte Verdi abgelehnt und die Laufzeit kritisiert.
Verdi fordert 8,2 Prozent höhere Löhne. Der Vertrag soll ein Jahr lang laufen. Der ZDS bietet einen Vertrag, der wie gefordert ein Jahr lang Bestand haben soll. Die Löhne sollen rĂŒckwirkend um 3,4 Prozent steigen. Weitere Zahlungen sind vorgesehen, etwa fĂŒr die BeschĂ€ftigten in den umsatzstarken Containerbetrieben.
Verdi-VerhandlungsfĂŒhrerin Sylvi Krisch sagte: "Spricht sich die Mehrheit gegen eine Annahme des Angebots aus, geht es in eine qualifizierte Mitgliederbefragung zur Einleitung unbefristeter ArbeitskampfmaĂnahmen." Verdi hatte bislang zu zwei Warnstreiks aufgerufen.
Der ZDS Ă€uĂerte Bedauern darĂŒber, dass das vorige Angebot bereits von der sogenannten Bundestarifkommission Verdis abgelehnt worden sei. Die Gewerkschaft solle die Arbeitnehmer ĂŒber beide Angebote abstimmen lassen, appellierte der Verband.
