Shell Aktie: Analysten ziehen Reißleine
26.01.2026 - 19:00:35RBC Capital Markets hat am Montag die Kaufempfehlung für Shell gestrichen und das Kursziel deutlich von 3.600 auf 3.200 Pence gesenkt. Die Analysten begründen den Schritt mit stockenden Restrukturierungsbemühungen und einem schwierigen Marktumfeld. Trotz milliardenschwerer Aktienrückkäufe honoriert der Markt die Bemühungen des Energiekonzerns nicht – die Bewertung stagniert.
Herabstufung auf “Sector Perform”
RBC Capital stufte Shell am 26. Januar 2026 von “Outperform” auf “Sector Perform” herab. Das neue Kursziel von 3.200 Pence impliziert zwar noch ein theoretisches Aufwärtspotenzial von rund 19 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau. Die Richtung der Anpassung signalisiert jedoch ein schwindendes Vertrauen in die Kursdynamik der Aktie.
Die Analysten nennen konkrete operative Herausforderungen: Die Restrukturierung der Chemiesparte komme “nur schwer voran”. Das Marktumfeld in diesem Segment bleibe schwierig und erschwere die Optimierungsstrategie des Konzerns. Hinzu kommen Gegenwind in internationalen Gasmärkten und im Handelsgeschäft – beides Bereiche mit erheblichem Shell-Exposure.
Rückkäufe ohne Bewertungseffekt
Ein Kernargument der RBC-Analyse: Shell hat seit der Pandemie die Aktienanzahl durch Rückkaufprogramme um über 25 Prozent reduziert. Im Oktober 2025 kündigte der Konzern ein weiteres Rückkaufvolumen von 3,5 Milliarden Dollar an. Dennoch: Die Bewertungsmultiplikatoren der Aktie haben sich nicht verbessert.
Zentrale Punkte zur Shell-Bewertung:
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- Aktienrückkäufe um >25% seit Pandemie
- Bewertungsmultiple stagniert trotz Buybacks
- Sorgen um Portfolio-Langlebigkeit überwiegen
- Gas-Exposure belastet institutionelle Einschätzung
Die Analysten sehen Bedenken hinsichtlich der Portfolio-Qualität und der Gasmarkt-Abhängigkeit als gewichtiger an als die finanztechnischen Vorteile der Aktienrückkäufe.
Branchenskepsis nimmt zu
Die RBC-Herabstufung steht nicht isoliert. Am selben Tag stufte HSBC die Rohstoffkonzerne Glencore und Rio Tinto auf “Hold” herab. Institutionelle Investoren betrachten rohstoffnahe Titel am Londoner Markt derzeit kritischer und gewichten Restrukturierungskosten sowie Marktrisiken stärker als in den Vorquartalen.
Die Aktie selbst zeigte sich am Montag zunächst widerstandsfähig und legte im frühen Handel um 0,66 Prozent auf 2.705 Pence zu. Offenbar haben einige Marktteilnehmer die operativen Risiken bereits eingepreist oder fokussieren sich auf das verbleibende Kurspotenzial trotz gesenktem Ziel. Die Divergenz zwischen Analystenskepsis und kurzfristiger Kursentwicklung verdeutlicht die unterschiedliche Einschätzung der Shell-Perspektiven.
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