Shin-Etsu Chemical Aktie: 35-Milliarden-Yen-Raffinerie in Fukui
21.06.2026 - 04:25:02 | boerse-global.de
Shin-Etsu Chemical setzt auf Autarkie. In der Präfektur Fukui entsteht eine neue Raffinerie für Seltene Erden. Es ist ein Milliardenprojekt mit politischer Sprengkraft.
Staatshilfe gegen Exportstopps
Das Vorhaben kostet über 35 Milliarden Yen. Damit baut der Konzern seine erste neue Raffinerie seit dem Jahr 2008. Das Ziel ist klar: Die Abhängigkeit von chinesischen Rohstoffen soll sinken.
Peking hält den Daumen auf den Exporten. Die Liefermengen wichtiger Oxide wie Terbium und Dysprosium nach Japan lagen zuletzt nahe dem Nullpunkt. Parallel dazu brachen die chinesischen Exporte von Magneten im Mai 2026 um rund 35 Prozent ein.
Die japanische Regierung stuft das Projekt als systemrelevant ein. Der Staat übernimmt etwa 50 Prozent der Entwicklungskosten. Ohne diese Rohstoffe gerät die Produktion von Halbleitern und Elektromotoren ins Stocken.
Kursplus trotz Gegenwind
Die Börse honoriert die Strategie. Die Aktie verlor zwar am Freitag auf 40,24 Euro, verbuchte aber seit Jahresbeginn ein Plus von rund 50 Prozent. Das Papier notiert damit weiterhin deutlich über seinem 200-Tage-Schnitt von 31,35 Euro.
Die Diversifizierung der Lieferketten bleibt für japanische Tech-Konzerne die zentrale Aufgabe. Der Erfolg der neuen Anlage in Fukui wird zum entscheidenden Faktor für die künftige Versorgungssicherheit der heimischen Industrie.
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