AKTIEN, FOKUS

AKTIEN IM FOKUS: Adidas und Puma trotzen der Lululemon-EnttÀuschung

05.09.2025 - 10:37:15 | dpa.de

Sich abzeichnende hohe Kursverluste beim Konkurrenten Lululemon US5500211090 haben am Freitag nicht auf Adidas DE000A1EWWW0 und Puma DE0006969603 abgefÀrbt.

WĂ€hrend es Adidas nach verhaltenem Start zuletzt mit 0,8 Prozent ins Plus schafften, lag der Puma-Kurs moderat mit 0,4 Prozent ĂŒber der Gewinnschwelle. Bei Lululemon bahnte sich derweil im vorbörslichen US-Handel ein Kurseinbruch um 17 Prozent an wegen eines enttĂ€uschenden Quartalsberichts.

Laut einem HĂ€ndler ist es schon das dritte Quartal in Folge, dass der vor allem fĂŒr Yoga-Kleidung bekannte Sportartikelkonzern aus den Vereinigten Staaten seine Anleger enttĂ€uscht. Der Börsianer Ă€ußerte am Morgen aber seinen Glauben, dass vieles bei dem Unternehmen hausgemacht ist, was die dennoch positive Kursentwicklung bei Adidas erklĂ€ren könnte. Allerdings wurden die Aktien des US-Konkurrenten Nike US6541061031 vorbörslich auch etwas schwĂ€cher gehandelt.

Lululemon senkte seinen Ausblick, da es in einem schwierigen Verbraucherumfeld Probleme hat, die hohen Erwartungen zu erfĂŒllen und die Zollkosten auszugleichen. Matthew Boss von JPMorgan erwĂ€hnte, auf vergleichbarer Basis sei der Erlösanstieg im zweiten Quartal viel kleiner gewesen als erwartet. Der Ausblick auf den Gewinn je Aktie (EPS) fĂŒr das laufende dritte Quartal liege fast ein Viertel unter dem Analystenkonsens.

Randal Konik von Jefferies glaubt, dass die Zielsetzungen immer noch nicht niedrig genug sind und betonte, seine SchĂ€tzungen lĂ€gen deutlich unter dem Analystenschnitt. Der US-Markt als treibende Kraft fĂŒr Lululemon schwĂ€che sich schnell ab. Die Bruttomarge erreiche ihren Höchststand, die LagerbestĂ€nde seien weiterhin zu hoch und Zölle stellten ein Problem dar.

Laut dem Analysten Jay Sole von der UBS ist der GeschĂ€ftstrend bei Lululemon viel schlechter als bisher angenommen. Er sieht in dem KursrĂŒckgang keine Kaufgelegenheit, da die Gewinnerwartungen je Aktie (EPS) deutlichem AbwĂ€rtsrisiko ausgesetzt seien. "Die Überarbeitung von GeschĂ€ftsmodellen ist zeitaufwendig", sagte der Experte. Sollten dabei Fehler passieren, werde der Konsens in absehbarer Zukunft wahrscheinlich weiter sinken.

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