Siemens Healthineers Aktie: Diagnostik fÀllt um 6,5 Prozent
09.05.2026 - 05:22:26 | boerse-global.deEin robustes KerngeschÀft reicht manchmal nicht aus. Bei Siemens Healthineers zieht ein einbrechender chinesischer Diagnostikmarkt die gesamte Jahresbilanz nach unten. Der Medizintechnikkonzern muss seine Prognose kappen. Die Börse quittiert das mit einem Kursrutsch auf ein neues 52-Wochen-Tief von 33,70 Euro.
China bremst das Wachstum
Im zweiten GeschÀftsquartal setzte das Unternehmen 5,7 Milliarden Euro um. Das entspricht einem vergleichbaren Plus von gut drei Prozent. Das bereinigte Ergebnis je Aktie sank parallel dazu um sechs Prozent auf 53 Cent.
Die Ursache liegt im Fernen Osten. China ist nach den USA der zweitgröĂte Einzelmarkt des Konzerns. Dort drĂŒcken niedrigere ErstattungssĂ€tze und eine volumenbasierte Beschaffung massiv auf die Margen. Die DiagnostikumsĂ€tze fielen infolgedessen um fast sieben Prozent.
Das Management zieht nun die ReiĂleine fĂŒr das laufende Jahr. Das erwartete Umsatzwachstum sinkt auf eine Spanne von 4,5 bis 5,0 Prozent. Auch beim Gewinn rudert der Vorstand zurĂŒck und peilt nun maximal 2,30 Euro je Aktie an. Neben der China-SchwĂ€che belasten höhere Kosten in der Lieferkette die Bilanz.
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Ein Lichtblick bleibt der Auftragseingang. Die GerĂ€tebuchungen legten um sechs Prozent zu, und der freie Cashflow zeigte sich robust. Dem steht allerdings eine gestiegene Nettoverschuldung von 13,2 Milliarden Euro gegenĂŒber.
Abspaltung steht auf der Agenda
WĂ€hrend das operative GeschĂ€ft stottert, treibt der Konzern seinen strategischen Umbau voran. Anfang 2027 sollen die AktionĂ€re auf den Hauptversammlungen ĂŒber einen Spin-off abstimmen. Geplant ist eine Abspaltung nach dem deutschen Umwandlungsgesetz.
AktionĂ€re der Siemens AG wĂŒrden in diesem Fall direkt Papiere von Healthineers erhalten. CEO Bernd Montag bereitet den Carve-out der Diagnostiksparte vor. Das Ziel ist volle FlexibilitĂ€t fĂŒr kĂŒnftige Entwicklungspfade.
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Derweil federn die Kernsparten den Abschwung teilweise ab. Die Bildgebung und die Krebstherapietochter Varian verzeichneten im ersten Halbjahr solide ZuwÀchse. Bereinigt um Wechselkurs- und Zollbelastungen lÀge das operative Gewinnwachstum laut Unternehmensangaben bei rund 16 Prozent.
Am Kapitalmarkt ĂŒberwiegt aktuell die Skepsis. Seit Jahresbeginn hat die Aktie ĂŒber 24 Prozent an Wert verloren und notiert weit unter der 200-Tage-Linie. Die Deutsche Bank belĂ€sst ihre Einstufung auf "Hold" mit einem Kursziel von 42 Euro. Analyst Falko Friedrichs verweist darauf, dass die Erwartungen im abgelaufenen Quartal nur dank positiver Zins- und Steuereffekte ĂŒbertroffen wurden.
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