Silber Preis: J.P. Morgan erwartet 81 Dollar 2026
13.05.2026 - 13:45:09 | boerse-global.deSilber steckt in einem ungewöhnlichen Zangenangriff. Die Fed hĂ€lt den Zinspfad straff, der Nahost-Konflikt treibt Ăl und Inflation. Der Preis rutschte am Dienstag unter 85 US-Dollar je Unze. Das wiegt schwer, weil die Knappheit am Markt eigentlich stĂŒtzt.
Die Fed bremst den Silberpreis
Das Druckzentrum liegt in Washington. Die Federal Reserve belieĂ den Leitzins zuletzt bei 3,50 bis 3,75 Prozent. FĂŒr ein zinsloses Metall wie Silber ist das ein Problem. Höhere Renditen erhöhen die OpportunitĂ€tskosten und stĂŒtzen meist den Dollar.
Der Inflationsbericht verschĂ€rft die Lage. Im April stiegen die US-Verbraucherpreise auf 3,8 Prozent, erwartet waren 3,7 Prozent. Die Kernrate lag bei 2,8 Prozent und damit ebenfalls ĂŒber den Prognosen.
Damit verliert das Szenario schneller Zinssenkungen an Kraft. HĂ€ndler preisen inzwischen eine Wahrscheinlichkeit von mehr als 70 Prozent fĂŒr eine Zinserhöhung bis April 2027 ein. Das nimmt Silber einen wichtigen potenziellen Treiber.
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Morgan Stanley erwartet nun, dass die Fed Zinssenkungen bis 2027 verschiebt. FĂŒr 2026 rechnet die Bank mit unverĂ€nderten Zinsen. Das ist fĂŒr Silber kurzfristig eher belastend.
Nahost-Risiko sorgt fĂŒr Gegenwind
Am Markt kommt politische Unsicherheit hinzu. Trump wies Irans Friedensvorschlag als âvöllig inakzeptabelâ zurĂŒck. Die blockierte StraĂe von Hormuz hĂ€lt die Ălpreise hoch. Damit bleiben Inflationssorgen prĂ€sent.
Das erklÀrt die unruhige Preisbewegung. Am Montag sprang Silber um mehr als 6 Prozent auf 85,50 US-Dollar und erreichte ein knapp zweimonatiges Hoch. Einen Tag spÀter lag der Preis wieder darunter.
Gold und Silber verhalten sich deshalb nicht wie klassische sichere HÀfen. Beide Metalle schwanken stark in beide Richtungen. KÀufer und VerkÀufer reagieren auf dieselben Nachrichten, aber mit unterschiedlichen Schlussfolgerungen.
Knappheit bleibt das Fundament
Unter der OberflĂ€che spricht weiter viel fĂŒr einen engen Markt. Das Gold-Silber-VerhĂ€ltnis liegt bei rund 61, nach einem Tief bei 43. Silber hat sich damit zuletzt weniger schwach entwickelt als Gold.
Ein Grund ist die industrielle Nachfrage. Solarindustrie und ElektromobilitÀt brauchen Silber, auch wenn hohe Preise die Nachfrage langfristig bremsen können. Diese Doppelrolle macht den Markt empfindlicher als Gold.
Das Silver Institute erwartet fĂŒr 2026 das sechste Defizit in Folge. Der Fehlbetrag soll 67 Millionen Unzen erreichen.
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FĂŒr 2025 weist der World Silver Survey ein Defizit von 40,3 Millionen Unzen aus. Die Angebotslage bleibt damit angespannt.
J.P. Morgan Global Research rechnet fĂŒr 2026 mit einem Durchschnittspreis von 81 US-Dollar je Unze. Das wĂ€re mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr. Der starke Anstieg 2025 beruhte auf Industrienachfrage und Zollunsicherheit.
Auch die Investmentnachfrage stĂŒtzt. Physische KĂ€ufe sollen laut Silver Institute um 20 Prozent auf 227 Millionen Unzen steigen. Damit entsteht ein Gegengewicht zur Fed-Last, aber kein Freifahrtschein fĂŒr steigende Preise.
Kurzfristig bleibt Silber damit ein Markt der GegensĂ€tze. Neue US-Inflationsdaten und Fed-Aussagen dĂŒrften den Dollar und die Zinserwartungen bewegen. HĂ€lt der Druck von dieser Seite an, kann die Knappheit die SchwĂ€che nur begrenzen. Eine weichere Fed-Rhetorik wĂŒrde dagegen sofort stĂ€rker ins Gewicht fallen.
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