Silber, Rekordfahrt

Silber: Rekordfahrt mit Warnsignalen

27.01.2026 - 21:54:30

Silber notiert nach einem Allzeithoch bei über 117 USD mit einem Jahresplus von über 50%. Experten ziehen historische Vergleiche und warnen vor einer abrupten Korrektur.

Silber fegt durch alle Widerstände. Das weiße Metall markierte am Montag bei 117,69 USD pro Unze ein Allzeithoch und notiert aktuell bei 109,58 USD – ein Plus von über 50% seit Jahresbeginn. Doch während die Rallye weitergeht, warnen erste Analysten vor einer abrupten Trendwende.

Die wichtigsten Fakten:
Allzeithoch: 117,69 USD am Montag erreicht
Jahresperformance: +51,63% seit Januar
12-Monats-Rallye: +270% im Vergleich zum Vorjahr
Gold-Silber-Ratio: Niedrigster Stand seit 14 Jahren

Geopolitik und Fed-Unsicherheit treiben die Flucht

Die explosive Bewegung speist sich aus mehreren Quellen. US-Präsident Trump verschärfte die Gangart im Handelskrieg: 100%-Zölle auf kanadische Waren drohen, sollte Kanada mit China ein Abkommen schließen. Südkorea trifft es bei Automobilen bereits. Hinzu kommen Spekulationen über einen möglichen Wechsel an der Fed-Spitze und Erwartungen weiterer Zinssenkungen. Das macht nicht-verzinsliche Anlagen wie Silber attraktiver.

China räumt den Markt leer

Der Schweizer Edelmetall-Refiner MKS PAMP SA meldet eine Nachfrage, die alle bisherigen Rekorde übertrifft. In China notiert Silber mit Aufschlag gegenüber London – ein deutliches Signal für physischen Kaufdruck. Chinesische Schmuckhersteller verlagern ihre Produktion auf Anlageprodukte. Die COMEX-Lagerbestände sprangen von 9.000-10.000 Tonnen Ende 2024 auf über 16.000 Tonnen Mitte 2025.

Analysten ziehen historische Vergleiche

Mike McGlone von Bloomberg Intelligence wird konkret: „Von den 855 Monaten in unserer Datenbank seit 1954 hat Silber sein aktuelles 3,8-faches Premium zum 60-Monats-Durchschnitt nur dreimal überschritten – im Dezember 1979 sowie Januar und Februar 1980.“ Damals folgte der Absturz.

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Rhona O’Connell von StoneX wählt einen drastischen Vergleich: „Silber ist wie Cinderella. Wenn sie zum Ball geht, verzaubert sie alle. Aber um Mitternacht verlässt sie schneller, als sie kam.“ Ein Preisziel von 150 USD schließt sie kategorisch aus.

Strukturelles Angebotsproblem bleibt

Die Angebotssituation verschärft die Dynamik. Nur 28% des Silbers stammen aus primären Minen. Der Rest fällt als Nebenprodukt bei Blei, Zink, Kupfer und Gold an. Eine schnelle Ausweitung der Produktion ist damit kaum möglich – Minenkapazitäten brauchen Monate bis Jahre. Kurzfristig kann nur verstärktes Recycling oder massive Investorenverkäufe zusätzliches Metall in den Markt bringen.

Gold notiert bei rund 5.073 USD nach einem Allzeithoch von 5.110,50 USD am Montag. Deutsche Bank und Société Générale rechnen mit 6.000 USD in diesem Jahr. BMI von Fitch Solutions erwartet hingegen beim Silber eine Entspannung, sobald die Angebotsknappheit nachlässt und die chinesische Industrienachfrage ihren Höhepunkt erreicht. Die Frage ist nur: Wann genau schlägt Mitternacht?

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