Siziliens Tourismus unter Druck
Veröffentlicht am: 14.08.2026 um 20:45 Uhr | dpa, AD HOC NEWSWeitere VerlÀngerungen des Flugverbots sind nicht ausgeschlossen, denn ein Ende der vulkanischen AktivitÀt mit ihren Folgen ist noch immer nicht absehbar.
Dies trifft zunehmend das TourismusgeschĂ€ft auf Sizilien. Hotels, ReisebĂŒros und andere Anbieter berichten nicht mehr nur von gestrandeten Urlaubern, die bereits vor Ort sind, sondern von einer wachsenden Zahl von Stornierungen fĂŒr die kommenden Tage und sogar Wochen. Viele Reisende fĂŒrchten weitere FlugausfĂ€lle und verzichten deshalb ganz auf ihre geplante Sizilien-Reise.
Viele Stornierungen - Betriebe senken Preise
Besonders in den beliebten Ferienorten Taormina und Syrakus in der NĂ€he von Catania bleiben zur Hochsaison Zimmer frei. "Wir hatten sehr viele kurzfristige Stornierungen", sagte Gerhard Schuler vom Hotelierverband Federalberghi Taormina der Tageszeitung "La Repubblica". Um GĂ€ste zu gewinnen, haben Betriebe schon ihre Preise gesenkt. "Das sind wirklich schwierige Zeiten."
Teure Taxis und ausgebuchte ZĂŒge
Seit Beginn des Ausbruchs vor einer Woche wurden Hunderte FlĂŒge gestrichen, verspĂ€tet oder umgeleitet. Nach Angaben des Betreibers des Flughafens von Catania (SAC) wurden zwischen dem 6. und 12. August rund 36 Prozent der fĂŒr Catania geplanten FlĂŒge gestrichen. SAC bezeichnete die Auswirkungen auf die Flughafeninfrastruktur als die schwersten der vergangenen 20 Jahre. Vor allem die Dauer des AscheausstoĂes und der Wind seien diesmal das Problem.
Zahlreiche Urlauber sitzen deswegen in der wichtigsten und verkehrsreichsten Reisewoche fest. Viele FlĂŒge starten zwar von anderen FlughĂ€fen auf der Insel, auch Zugverbindungen zum Festland gibt es. Es wird jedoch von langen Wartezeiten, ĂŒberteuerten Preisen fĂŒr Taxis und ĂŒberbuchten ZĂŒgen berichtet.
